#82 Vom Rückspiegel zur Windschutzscheibe – der Weg in Dein Jetzt

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00:00:00: Du kannst das Leben nicht vorwärtsleben, wenn dein Blick ständig rückwärtsgerichtet ist.

00:00:07: Solange du an gestern festhältst, bleibt morgen nur eine Wiederholung.

00:00:12: Es ist Zeit, die Vergangenheit dort zu lassen, wo sie hingehört.

00:00:17: Hinter dir.

00:00:34: Hallo und herzlich willkommen bei einer neuen Folge von unserem Supercharge Your Life Podcast.

00:00:41: Schön, dass du da bist.

00:00:43: Weißt du?

00:00:44: Manchmal ertappe ich mich selbst dabei, wie mein Kopf plötzlich wieder in der Vergangenheit hängt.

00:00:50: Da läuft dann so ein alter Film ab.

00:00:53: Ein Moment, ein Satz, vielleicht ein Blick.

00:00:56: Und ich merke, bin ich emotional wieder mittendrin.

00:01:00: Nicht im Heute, sondern irgendwo da, wo etwas weh getan hat oder wo etwas schief gelaufen ist.

00:01:08: Es ist, als würde ein Teil von mir immer noch hoffen, dass sich die Geschichte diesmal anders abspielt.

00:01:15: Und genau das ist das Problem.

00:01:17: Wenn wir zu oft in den Rückspiegel schauen, verpassen wir, was direkt vor uns liegt.

00:01:24: Unser Gehirn liebt Wiederholungen.

00:01:27: Es fühlt sich sicher, wenn Dinge vertraut sind, auch wenn sie unangenehm sind.

00:01:32: Es will, dass alles Sinn ergibt, dass Erfahrungen zusammenpassen.

00:01:37: Und genau deshalb bauen wir unbewusst die selben Szenarien immer wieder nach.

00:01:42: Wir denken, wir verarbeiten, aber in Wirklichkeit reproduzieren wir.

00:01:47: Immer mit denselben Gefühlen, denselben Überzeugungen, denselben Reaktionen.

00:01:53: Das ist, als würdest du beim Autofahren ständig nach hinten schauen, während du eigentlich nach vorne willst.

00:02:00: Du weißt, dass das gefährlich ist und trotzdem passiert ist, einfach weil der Blick in den Rückspiegel vertraut ist.

00:02:08: Und ich sag's mal so.

00:02:10: Viele von uns haben sich so sehr an diese innere Wiederholung gewöhnt, dass sie gar nicht merken, wie sehr sie dadurch stillstehen.

00:02:18: Es ist, als würde man mit angezogener Handbremse durchs Leben fahren.

00:02:23: Wir sehnen uns nach Veränderung, nach Leichtigkeit, nach Vertrauen, aber tief in uns glaubt ein Teil immer noch, dass das alte wiederkommt.

00:02:33: Und dieser Teil hat eine enorme Macht, weil er steuert, wie wir denken, fühlen und handeln.

00:02:41: Was mir dabei immer wieder auffällt, ist, dass das Festheiten an der Vergangenheit oft gar nichts mit Nostalgie oder Romantik zu tun hat, sondern mit Angst.

00:02:54: Angst davor, dass es wieder weh tun könnte, Angst wieder enttäuscht zu werden.

00:03:00: Und genau deshalb halten wir lieber am alten Fest, weil wir glauben, dass neue könnte noch schlimmer sein.

00:03:07: Aber was dabei passiert ist, dass wir uns selbst immer wieder in den selben Kreisläufen einsperren.

00:03:14: Und weißt du, das ist der Moment, in dem sich viele fragen, was passiert mir da schon wieder?

00:03:20: Dabei hat das nichts mit Pech oder Zufall zu tun, sondern mit der inneren Logik unseres Unterbewusstseins.

00:03:28: Es sucht Bestätigung.

00:03:30: Wenn du also unbewusst glaubst, dass du nicht genug bist, dann wirst du Situationen anziehen, in denen du dich genauso fühlst.

00:03:39: Nicht weil das Leben gegen dich ist, sondern weil du gelernt hast, in dieser Rolle zu funktionieren.

00:03:47: Es ist ziemlich verrückt, oder?

00:03:49: Wir wollen Freiheit und Kontrolle, aber unsere Gedanken halten uns gefangen in Geschichten, die längst vorbei sind.

00:03:57: Und trotzdem fühlen wir sie weiter, als wären sie noch real.

00:04:01: Doch irgendwann kommt der Punkt, an dem man merkt, dass der Blick nach hinten nicht mehr hilft.

00:04:07: sondern nur noch blockiert.

00:04:09: Genau darüber möchte ich heute sprechen.

00:04:12: Über dieses unsichtbare Festhalten, das uns davon abhält, das Leben wirklich zu spüren.

00:04:19: Denn das Leben fängt nicht mit einem großen Schritt an, sondern mit dem Bewusstsein, wo dein Blick gerade ist.

00:04:26: Im Rückspiegel oder auf der Straße vor dir.

00:04:30: Wenn ich über dieses sogenannte Rückspiegel-Syndrom spreche, dann meine ich damit genau dieses unbewusste Muster, dass viele von uns ständig begleitet.

00:04:41: Es ist dieses Gefühl, dass sich bestimmte Dinge einfach immer wiederholen.

00:04:45: Die selben Konflikte, die selben Enttäuschungen, die selben emotionalen Schleifen.

00:04:52: Und das Verrückte daran ist, dass man irgendwann fast schon davon ausgeht, dass es wieder so kommen wird.

00:04:59: Man denkt gar nicht mehr wirklich darüber nach.

00:05:02: Es läuft einfach automatisch ab.

00:05:04: wie ein inneres Programm, das immer wieder denselben Film abspielt.

00:05:10: Das passiert bei unserer Unterbewusstsein.

00:05:13: alles, was es einmal erlebt hat, speichert.

00:05:16: Mit allen Gefühlen, Gedanken und Überzeugungen, die damals da waren.

00:05:21: Und wenn etwas in der Gegenwart auch nur entfernt an das Aite erinnert, dann springt dieses Programm sofort an.

00:05:29: Es sagt so etwas wie, Achtung, das kenne ich.

00:05:32: Damals war es schmerzhaft, also pass lieber auf.

00:05:36: Und zack, schon reagieren wir nicht auf das, was jetzt wirklich ist, sondern auf das, was einmal war.

00:05:43: Wir handeln aus einer Erinnerung heraus, statt aus dem Moment.

00:05:49: Das ist psychologisch gesehen total nachvollziehbar.

00:05:52: Bei unser Gehirn vor allem eins will, Sicherheit.

00:05:56: Es will, dass wir überleben, dass wir nichts übersehen, was gefährlich sein könnte.

00:06:01: Also scant es permanent nach Parallenen zu alten Erfahrungen.

00:06:06: Nur, was früher Schutz war, wird heute oft zur Selbstsabotage.

00:06:11: Wir schließen Türen, bevor überhaupt jemand klopft.

00:06:15: Wir erwarten Ablehnung, bevor sie überhaupt passieren kann.

00:06:18: Und wir halten uns klein, nur um nicht wieder verletzt zu werden.

00:06:24: Ich finde das irgendwie tragisch, weil so viele Menschen gar nicht merken, dass sie gar nicht gegen die Realität kämpfen, sondern gegen ein altes Gefühl.

00:06:34: Ein Gefühl, das sich eingebrannt hat und das unbemerkt steuert, wie wir denken, fühlen und reagieren.

00:06:41: Und genau deshalb fühlt sich das Leben manchmal so an, als würde man immer wieder dieselben Erfahrungen machen.

00:06:48: Nur mit anderen Gesichtern oder in anderen Situationen.

00:06:53: Wenn ich ehrlich bin, kann man dieses Rückspiegesyndrom fast wie einen inneren Autopiloten sehen.

00:07:00: Du denkst, du fährst nach vorne, Aber das System steuert dich immer wieder dorthin, wo du schon warst.

00:07:06: Und dieser Autopilot ist unglaublich stark, weil er sich aus Gedankenmustern, Emotionen und körperlichen Reaktionen zusammensetzt.

00:07:16: Wenn du zum Beispiel gelernt hast, dass Nähe wehtut, dann wirst du automatisch Distanz schaffen, ohne es zu merken.

00:07:25: Nicht, weil du es willst, sondern weil dein System denkt, es beschützt dich damit.

00:07:31: Was dabei helfen kann, ist erstmal bewusst wahrzunehmen, wann diese Autopilot anspringt.

00:07:38: Einfach innezuhalten und zu bemerken, ah, interessant, das fühlt sich an wie damals.

00:07:45: Allein dieses Erkennen bringt schon Bewegungen das Ganze.

00:07:49: In dem Moment, in dem du begreifst, dass du nicht deine Vergangenheit bist, sondern dass du sie nur denkst, öffnet sich ein kleiner Spalt.

00:07:59: Ein Raum, in dem du anders reagieren könntest, wenn du willst.

00:08:03: Und genau da beginnt Verinnerung.

00:08:06: Nicht mit Druck oder großen Plänen, sondern mit Bewusstsein.

00:08:10: Mit dem Mut, die eigene Reaktion zu beobachten, ohne sie sofort zu verurteilen.

00:08:15: Denn jedes alte Muster, das wir erkennen, verliert ein Stück seiner Macht.

00:08:20: Und irgendwann ist der Blick nach vorne dann nicht mehr so ungewohnt, sondern fühlt sich an wie ein echtes Aufatmen.

00:08:29: Wenn wir also verstehen, dass dieses Rückspiegeldenken uns immer wieder in alte Erfahrungen hineinzieht, dann stellt sich irgendwann automatisch die Frage, wie komme ich daraus?

00:08:42: Und ich finde, der erste Schritt ist gar nicht so spektakulär, wie man vielleicht denkt.

00:08:46: Es geht nicht darum, alles alte plötzlich loszulassen oder das vergangene Komplett zu vergessen.

00:08:52: Das funktioniert sowieso nicht.

00:08:55: Es geht eher darum, zu erkennen, dass wir den Blickwinkel verändern können, dass wir uns selbst nicht mehr nur durch die Brille der Vergangenheit sehen müssen.

00:09:06: Ich glaube, das Problem ist, dass viele Menschen versuchen, die Vergangenheit zu bekämpfen, anstatt sie einfach zu verstehen.

00:09:14: Sie wollen sie ungeschehen machen, aber das ist ein Kampf, den man nie gewinnen kann.

00:09:20: Was man aber tun kann, ist, den eigenen Fokus zu verschieben.

00:09:25: Statt sich ständig zu fragen, warum etwas passiert ist, kann man sich fragen, was man daraus lernen durfte.

00:09:32: Nicht um es schön zu reden, sondern um wieder handlungsfähig zu werden.

00:09:37: Denn solange wir im Rückblick gefangen sind, fehlt uns die Energie für das, was jetzt wichtig wäre.

00:09:44: Ich merke immer wieder, wie befreiend es ist, wenn man irgendwann beschließt, dass die Vergangenheit nicht mehr die Regie im eigenen Leben führen darf.

00:09:55: Natürlich tauchen die alten Gedanken manchmal trotzdem auf, das ist völlig normal.

00:10:01: Aber der Unterschied ist, dass man sie dann erkennt und nicht mehr automatisch danach handelt.

00:10:06: Man reagiert nicht mehr aus dem Schmerz heraus, sondern beginnt, bewusst zu entscheiden, wie man sich selbst begegnet.

00:10:14: Und ja, das braucht etwas Zeit, weil das Gehirn sich an neue Perspektiven erst gewöhnen muss.

00:10:20: Es ist, als würde man eine neue Spur auf der Straße anlegen, Während man gleichzeitig noch auf der Eiten fährt.

00:10:28: Am Anfang fühlt sich das ungewohnt an, vielleicht auch anstrengend, aber mit jedem Mal wird es natürlicher.

00:10:35: Und irgendwann merkt man, dass man gar nicht mehr so oft zurück schaut.

00:10:40: Einfach, weil man nach vorne etwas sieht, das spannender ist.

00:10:45: Was dabei unglaublich hilft, ist sich immer wieder bewusst zu machen, dass man sich jeden Tag neu ausrichten darf.

00:10:53: Nicht perfekt!

00:10:54: Nicht auf Knopfdruck, aber Schritt für Schritt.

00:10:57: Es geht darum, sich selbst nicht mehr über das zu definieren, was passiert ist, sondern über das, was jetzt möglich ist.

00:11:06: Und das bedeutet nicht, dass die Vergangenheit keine Bedeutung mehr hat.

00:11:10: Sie bleibt ein Teil von uns, aber sie bestimmt uns nicht mehr.

00:11:15: Ich finde genau da liegt dieser leise, aber kraftvolle Wendepunkt.

00:11:19: Wenn man sich erlaubt, das alte Dasein zu lassen, ohne sich weiter von ihm lenken zu lassen.

00:11:26: Wenn man aufhört, sich selbst durch alte Geschichten klein zu halten und stattdessen den Mut hat, ein neues Kapitel zu schreiben, nicht weil alles vergessen ist, sondern weil man sich entschieden hat, weiter zu gehen.

00:11:41: Und irgendwann, wenn man zurückblickt, dann nicht mehr, um sich zu quälen, sondern um zu sehen, wie weit man gekommen ist.

00:11:51: Und weißt du, irgendwann kommt dieser Moment, an dem man merkt, dass es gar nicht darum geht, alles perfekt loszulassen oder sofort frei zu sein.

00:12:01: Es geht vielmehr darum, den Blick wieder bewusst nach vorne zu richten.

00:12:05: Die Vergangenheit bleibt ein Teil unserer Geschichte, aber sie muss nicht länger unser Navigationssystem sein.

00:12:12: Ich finde, das ist so ein schöner Gedanke, dass wir nicht vergessen müssen, um weiterzugehen.

00:12:18: Wir müssen nur aufhören, ständig in alten Szenen zu verharren, als würden sie bestimmen, wer wir heute sind.

00:12:25: Wenn wir anfangen, den Fokus zu verändern, dann verändert sich automatisch auch das, was wir wahrnehmen.

00:12:32: Es ist, als würde das Leben sich Stück für Stück neu sortieren.

00:12:37: Dinge, die früher schwer waren, verlieren an Bedeutung.

00:12:41: Begegnungen fühlen sich leichter an, Entscheidungen klarer.

00:12:45: Und irgendwann spürt man, dass das Festheiten mehr Energie kostet, als das Weitergehen.

00:12:51: Dieses Gefühl, dass etwas in dir aufatmet, wenn du endlich den Mut hast, dich selbst nicht länger über deine Vergangenheit zu definieren, das ist unglaublich befreiend.

00:13:04: Ich denke, wir alle haben diese Momente, in denen wir kurz zurückschauen und uns fragen, ob wir damals etwas anders hätten machen sollen.

00:13:13: Aber weißt du, Genau das zeigt, dass du heute bewusster bist als früher, dass du gewachsen bist.

00:13:20: Und das allein ist schon ein Zeichen dafür, dass du auf dem richtigen Weg bist.

00:13:25: Also ja, schau ruhig zurück, aber tu es mit Verständnis statt mit Schuld.

00:13:31: Schau um zu erkennen, wie viel du gelernt hast, nicht um dich daran festzuhalten.

00:13:39: Wenn dir diese Folge gefallen hat, dann freue ich mich wirklich sehr, wenn du sie positiv bewertest.

00:13:45: Das hilft nicht nur dabei, dass noch mehr Menschen auf diesen Podcast aufmerksam werden, sondern das unterstützt auch dabei, dass Themen wie innere Freiheit, Selbstreflexion und mentale Stärke mehr Raum bekommen.

00:13:59: Und wenn du jemanden kennst, der sich vielleicht gerade selbst im Rückspiegel verloren hat, dann teil die Folge gern weiter.

00:14:08: Danke, dass du dir die Zeit genommen hast.

00:14:11: Bis dahin, hör auf dein Herz, vertraue deine innere Stimme und vergiss nicht, die Antworten liegen in dir.

00:14:20: Unbox yourself and supercharge your life.

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