#83 Das Problem ist nicht Dein Gefühl, sondern wem Du zuhörst
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00:00:00: Du hörst auf dein Gefühl, triffst Entscheidungen aus dem Bauch heraus und trotzdem wiederholt sich dein Leben immer wieder auf dieselbe frustrierende Art.
00:00:11: Gleiche Konflikte, ähnliche Enttäuschungen, anderes Umfeld, aber innerlich fühlt es sich erschreckend vertraut an.
00:00:20: Und irgendwann fragst du dich, warum bringt mich mein Gefühl eigentlich nie dorthin, wo ich wirklich hin will.
00:00:44: Hallo und herzlich willkommen bei einer neuen Folge von unserem Supercharge Your Life Podcast.
00:00:50: Schön, dass du wieder mit dabei bist.
00:00:52: Ich möchte heute mit einer Frage starten, die viele Menschen beschäftigt, auch wenn sie sich selbst selten bewusst stellen.
00:01:02: Woher weiß ich eigentlich, ob das, was ich gerade spüre, wirklich meine innere Stimme ist?
00:01:09: Oder ob der etwas ganz anderes mit mir spricht?
00:01:12: Und ja, ich weiß, überall hört man diesen Einsatz höher auf deine Intuition.
00:01:18: Der klingt auch gut, fühlt sich richtig an, wird ständig wiederholt.
00:01:23: Und trotzdem stehen so viele Menschen genau an diesem Punkt völlig auf dem Schlauch.
00:01:29: Weil sie merken, irgendwas passt da nicht.
00:01:33: Sie hören angeblich auf ihr Gefühl und landen trotzdem immer wieder in denselben Situationen, treffen dieselben Entscheidungen.
00:01:42: Erleben dieselben Enttäuschungen.
00:01:45: Und genau da wird es spannend.
00:01:48: Denn was total oft als Intuition verkauft wird, das ist in Wahrheit einfach nur ein altes inneres Programm.
00:01:57: Ein Gefühl, ja, aber kein neues, kein klares, kein freies Gefühl, sondern eines, das schon lange im System gespeichert ist.
00:02:08: Gefühle entstehen ja nicht einfach im luftleeren Raum.
00:02:11: Sie kommen einfach aus dem Nichts.
00:02:13: Sie sind fast immer die Folge von Gedanken, von inneren Überzeugungen, von Mustern, die sich über Jahre hinweg aufgebaut haben.
00:02:23: Und viele von diesen Mustern stammen nicht aus bewussten Entscheidungen, sondern aus Erfahrungen, die irgendwann einmal gemacht wurden und sich dann festgesetzt haben.
00:02:34: Ziemlich still, aber auch ziemlich hartnäckig.
00:02:38: Und genau hier passiert die große Verwechslung.
00:02:42: Menschen spüren etwas und sagen, das ist mein Bauchgefühl.
00:02:46: Dabei reagiert in Wahrheit ein alter Glaubenssatz.
00:02:51: Einer, der vielleicht sagt, ich bin nicht gut genug oder das kenn ich schon, das geht sowieso schief oder mehr steht mir nicht zu oder oder oder.
00:03:00: Und dieses innere System, das ist verdammt überzeugend, weil es sich einfach vertraut anfühlt.
00:03:06: Es fühlt sich logisch an, obwohl es das oft überhaupt gar nicht ist.
00:03:11: Und genau deshalb folgen so viele diesem Gefühl und halten es für klug, diesem Gefühl zu folgen.
00:03:19: Psychologisch gesehen ist das ziemlich gut und einfach erklärbar.
00:03:24: Unser Verstand arbeitet mit sehr begrenzten Informationen.
00:03:28: Unser Unterbewusstsein hingegen speichert unglaublich viel Erfahrungen, Stimmungen, Erinnerungen, Bewertungen und sowohl Intuition als auch Glaubenssätze greifen auf dieses alte Material zu.
00:03:44: Das Problem ist nur, sie benutzen dieselbe Sprache.
00:03:48: Beide melden sich über Gefühle.
00:03:50: Und wenn man das nicht auseinanderhalten kann, dann hört man zwar auf etwas Inneres, aber nicht auf das, was einen wirklich weiterbringt.
00:04:00: Und genau das ist der Punkt, an dem viele anfangen sich selbst zu misstrauen.
00:04:05: Sie denken mit ihnen stimmt etwas nicht, Dabei stimmt das System nicht, nachdem sie entscheiden.
00:04:11: Negative Glaubenssätze sind keine guten Berater.
00:04:14: Sie sind eher wie alte Sicherheitsprogramme, die ständig auf Gefahr schalten, auch wenn objektiv gar keine da ist.
00:04:22: Sie wollen nicht, dass du wächst, sondern das alles so bleibt, wie es ist.
00:04:27: Bekannt, vorhersehbar, kontrollierbar, auch wenn es unglücklich macht.
00:04:32: Wenn du also merkst, dass sich bestimmte Gefühle immer wieder melden, Vor allem in ähnlichen Situationen, dann lohnt es sich vermutlich, da genauer hinzuhören.
00:04:44: Nicht blind zu folgen, sondern zu verstehen, woher diese Gefühle eigentlich kommen.
00:04:49: Denn echte Intuition fühlt sich anders an.
00:04:53: Sie ist nicht hektisch, nicht erklären, nicht voller innere Diskussion.
00:04:58: Sie ist ganz klar, kurz und oft erstaunlich ruhig.
00:05:03: Und genau diese Unterscheidung ist entscheidend.
00:05:07: Wenn man aufhören will, sich selbst immer wieder im Kreis zu drehen.
00:05:11: Und wenn man das einmal verstanden hat, also diesen Unterschied zwischen echter innerer Führung und alten inneren Programmen, dann wird auch klar, warum sich bestimmte Dinge im Leben ständig wiederholen.
00:05:25: Und das ist auf der Punkt an dem Menschen innerlich aufgeben oder zumindest anfangen sich selbst zu hinterfragen.
00:05:33: Nicht im guten Sinne, sondern eher so resigniert.
00:05:37: So nach dem Motto, warum passiert mir da schon wieder?
00:05:41: Warum lande ich immer wieder an exakt demselben Punkt, obwohl ich doch eigentlich dazu gelernt habe?
00:05:49: Negative Glaubenssätze wirken wie so ein unsichtbarer Filter.
00:05:54: Sie bestimmen einfach, wie Situationen wahrgenommen werden oder wie andere Menschen interpretiert werden und vor allem, wie man selbst darauf reagiert.
00:06:04: Und das Gemeine daran ist, dass das meistens Nicht bewusst geschieht.
00:06:09: Man denkt nicht aktiv, ich glaube, ich bin nicht gut genug, also handle ich jetzt so und so.
00:06:15: Es läuft viel subtiler.
00:06:17: Man verhält sich vorsichtiger, zurückhaltender, manchmal auch angespannter.
00:06:23: Man sagt bestimmte Dinge nicht, man zieht sich innerlich ein Stück zurück oder passt sich übermäßig an.
00:06:30: Und genau dieses Verhalten löst dann im Außen Reaktionen aus, die den alten Glauben bestätigen.
00:06:38: Und genau so entstehen diese typischen Sackgassen.
00:06:42: Immer wieder ähnliche Konflikte, egal ob im Job oder in der Beziehung.
00:06:48: Immer wieder dieses Gefühl, nicht richtig dazu zu gehören, nicht gesehen zu werden oder am Ende doch den Kürzeren zu ziehen.
00:06:56: Und dann sagt das innere System, siehst du, habe ich dir doch gesagt.
00:07:02: Das fühlt sich dann an wie eine Bestätigung.
00:07:05: obwohl es eigentlich nur ein Kreislauf ist, der sich selbst füttert.
00:07:10: Psychologisch betrachtet, richtet sich das gesamte Denken und Handeln nach dem, was dem Innern für Waage halten wird.
00:07:20: Das Unterbewusstsein sucht permanent nach Beweisen für seine Überzeugungen.
00:07:25: Nicht weil es böse ist, sondern weil es konsistent sein möchte.
00:07:29: Es mag keine Widersprüche.
00:07:32: Wenn also tief innen etwas gespeichert ist wie Ich werde abgelehnt oder ich verdiene nicht mehr, dann wird alles, wirklich alles, durch diese Brille gesehen.
00:07:45: Und selbst neutrale Situationen bekommen plötzlich eine Bedeutung, die sie objektiv vielleicht gar nicht haben.
00:07:54: Das Fatale ist, dass diese Muster unglaublich überzeugend sind.
00:07:59: Sie fühlen sich logisch an, fast vernünftig.
00:08:02: Man kann sie gut erklären.
00:08:04: gut begründen und gut verteidigen.
00:08:07: Und genau das macht sie so verdammt gefährlich.
00:08:11: Denn sie geben einem das Gefühl, realistisch zu sein, obwohl sie einen klein halten.
00:08:17: Und wer diesen inneren Stimmen folgt, trifft Entscheidungen, die kurzfristig Sicherheit geben, aber langfristig genau dort fest nageln, wo man eigentlich längst raus wollte.
00:08:30: Deshalb ist es so wichtig, diese Wiederholungen ernst zu nehmen.
00:08:35: Nicht als Beweis dafür, dass man unfähig ist oder Pech hat, sondern als Hinweis darauf, dass im Inneren etwas aktiv ist, das schon sehr lange mitredet.
00:08:48: Und so lange das nicht erkannt wird, wird sich das Leben immer wieder ähnlich anfühlen.
00:08:54: Unterschiedliche Orte, andere Menschen, neue Umstände, aber innerlich dieselbe Geschichte.
00:09:00: Und Genau hier setzt der nächste Schritt an, nämlich zu erkennen, wann ein Gefühl wirklich aus dem Moment kommt und wann es einfach nur ein bekanntes Echo aus der Vergangenheit ist.
00:09:15: Genau an dieser Stelle stellt sich dann zwangsläufig die Frage, okay, wie unterscheide ich das jetzt konkret?
00:09:23: Wie merke ich, ob da gerade wirklich meine innere Stimme spricht oder ob einfach nur ein alter Glaubenssatz auf Sendung geht.
00:09:33: Das ist kein theoretisches Thema, sondern eines, das im Alltag ständig relevant ist.
00:09:39: Entscheidungen, Begegnungen, Chancen, Rückzüge, all das läuft über dieses innere Gefühl, auf das man sich vermeidlich verlässt.
00:09:50: Was dabei enorm hilft, ist nicht noch mehr grübeln, sondern ein nüchterner Blick auf das, was da innerlich passiert.
00:09:59: Gefühle aus Glaubenssätzen haben fast immer etwas Vertrautes.
00:10:03: Sie fühlen sich bekannt an, fast wie ein altes Lied, das man schon tausendmal gehört hat.
00:10:09: Und genau das ist ein Hinweis.
00:10:12: Wenn ein Gefühl sofort alte Bilder, alte Gedanken oder bekannte innere Dialoge auslöst, dann lohnt es sich kurz, innezuhalten.
00:10:23: Und jetzt nicht um es wegzudrücken, sondern einfach nur um es einzuordnen.
00:10:29: Denn das, was sich ständig wiederholt, kommt selten aus dem Moment, sondern aus der Vergangenheit.
00:10:36: Auffällig ist auch, dass diese Gefühle meistens sehr gut erklärbar sind.
00:10:42: Im Kopf geht sofort ein Film los.
00:10:44: Gedankengänge, die man kennt, Argumente, die man schon oft gehört hat, innere Kommentare, die fast wie automatisiert ablaufen.
00:10:54: Es fühlt sich dann zwar intensiv an, aber gleichzeitig auch irgendwie vorhersehbar.
00:11:00: So, als würde das innere System sofort anfangen, Beweise zu sammeln, warum Vorsicht angesagt ist, warum man lieber zurücksteckt oder warum es sinnvoller wäre, es gar nicht erst zu versuchen.
00:11:16: Echte Intuition funktioniert anders.
00:11:19: Sie diskutiert nicht.
00:11:21: Sie rechtfertigt sich nicht.
00:11:23: Sie liefert keine langen Erklärungen.
00:11:27: Sie ist einfach da.
00:11:28: klar, ruhig, manchmal sogar unbequem, weil sie Entscheidungen nahelegt, die rational schwer zu begründen sind.
00:11:38: Und genau deshalb wird sie so oft überhört.
00:11:41: Nicht weil sie leise ist, sondern weil sie nicht ins alte Denkmuster passt.
00:11:47: Sie fühlt sich fremder an als ein Glaubenssatz und paradoxerweise genau deshalb weniger vertrauenswürdig.
00:11:58: Ein weiterer Punkt ist die Emotionale Qualität.
00:12:02: Glaubensatzgefühle ziehen oft nach unten.
00:12:05: Sie machen enger, schwerer, einfach angespannter.
00:12:09: Sie erzeugen Druck oder ein diffuses Unwohlsein, das einlämt.
00:12:15: Intuitive Impulse hingegen haben trotz möglicher Unsicherheit etwas klärendes.
00:12:22: Sie sind nicht unbedingt angenehm, aber sie bringen eine gewisse innere Ordnung mit sich.
00:12:27: kein inneres Chaos, kein Gedankenkreisen, sondern eher ein stilles Wissen.
00:12:33: Und je öfter man nun beginnt, diese Unterschiede wahrzunehmen, desto klarer wird das Innere erleben.
00:12:41: Nicht weil plötzlich alles einfacher wird, sondern weil man aufhört, jedes Gefühl automatisch ernst zu nehmen.
00:12:49: Und das ist kein Misstrauen gegen sich selbst, sondern ganz dem Gegenteil.
00:12:54: Das ist ein Zeichen von innerer Reife.
00:12:57: Denn nicht alles, was sie stark anfühlt, ist auch richtungsweisend.
00:13:02: Und nicht alles, was leise ist, sollte ignoriert werden.
00:13:08: Wenn man das alles zusammennimmt, dann wird klar, warum so viele Menschen das Gefühl haben, sie würden an sich selbst vorbeileben, obwohl sie doch ständig auf irgendetwas Inneres hören.
00:13:20: Solange alte Glaubenssätze unbemerkt im Hintergrund mitlaufen, haben sie ein ziemlich lautes Mitspracherecht.
00:13:28: und sie sind verdammt geschickt darin, sich als innere Stimme zu tarn.
00:13:34: Genau deshalb entsteht so oft dieser innere Widerspruch.
00:13:38: Man trifft Entscheidungen aus einem Gefühl heraus und wundert sich später, warum sich das Ergebnis wieder klein, eng oder vertraut unbefriedigend anfühlt.
00:13:51: Was dabei super oft unterschätzt wird, ist der Zusammenhang zwischen innerer Klarheit und innerer Freiheit.
00:14:00: Je weniger alte Überzeugungen das Denken einfärben, desto feiner wird die Wahrnehmung für das, was wirklich aus dem Moment heraus entsteht.
00:14:10: Intuition braucht Raum.
00:14:13: Sie kommt nicht durch Druck, nicht durch Angst und auch nicht durch alte Geschichten.
00:14:18: Sie zeigt sich dort, wo das innere System nicht permanent in Verteidigungsbereitschaft ist.
00:14:25: Und genau deshalb lohnt es sich die eigenen Inneren Muster ernst zu nehmen, ohne sich mit ihnen zu identifizieren.
00:14:35: Ein echt hilfreicher Gedanke kann dabei sein, Gefühle nicht sofort als Handlungsanweisung zu verstehen, sondern eher nur als reine Information.
00:14:46: Denn nicht jedes Signal verlangt eine Reaktion.
00:14:49: Manche wollen einfach nur gesehen werden, damit sie ihren Einfluss verlieren.
00:14:54: Und je klarer Dieser innere Unterschied wird, desto weniger sabotiert man sich selbst.
00:15:01: Nicht aus Disziplin oder Kontrolle, sondern aus einem besseren inneren Verständnis heraus.
00:15:08: Das verändert Entscheidungen.
00:15:10: Leise, aber nachhaltig.
00:15:16: Wenn dir diese Folge Impulse gegeben hat, dann nimm dir bitte kurz Zeit und hinterlass eine positive Bewertung, das würde uns sehr freuen.
00:15:23: Das hilft auch, dass diese Inhalte weitergegeben werden und sorgt dafür, dass solche Themen mehr Raum bekommen.
00:15:30: Teile die Folge gern mit Menschen, bei denen du das Gefühl hast, dass sie genau an diesem Punkt stehen.
00:15:38: Und wenn du tiefer in solche Zusammenhänge eintauchen willst, dann bleib dran, denn genau darum wird es auch in den kommenden Episoden gehen.
00:15:48: Vielen Dank, dass du dir heute die Zeit genommen hast.
00:15:50: Bis dahin, hör auf dein Herz, vertraue auf deine innere Stimme.
00:15:55: Und vergesst nicht, die Antworten liegen in dir.
00:15:59: Unbox yourself and supercharge your life.
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