#85 Die unsichtbare Falle für Deinen Selbstwert

Shownotes

Respektlosigkeit beginnt selten laut – sie beginnt oft leise. In diesen kurzen Momenten, in denen etwas in Dir zusammenzieht, Du es aber noch wegdrückst. Genau dort entsteht der größte Schaden: wenn Du Dich selbst übergehst, um andere nicht zu irritieren. Diese Episode zeigt Dir, wie Du diese subtilen Grenzverletzungen erkennst, warum sie Dich innerlich so stark beeinflussen und wie Du Schritt für Schritt zu einer klareren, stärkeren Haltung zurückfindest. Die Folge hilft Dir dabei, Deine Energie zu schützen, Dich nicht mehr klein machen zu lassen und Deinen Selbstrespekt wieder an erste Stelle zu setzen.
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Transkript anzeigen

00:00:00: Respektlosigkeit beginnt nicht da, wo jemand laut wird, sondern da, wo du innerlich leiser wirst.

00:00:08: Der gefährlichste Angriff ist der, den du fast übersiehst.

00:00:13: Und genau da entscheidet sich, ob du dich selbst verrätst oder endlich aufstehst.

00:00:37: Und ganz ehrlich, ich freue mich wirklich, dass du hier rein hörst, denn heute geht es um ein Thema, das auf jeden Fall mehr Menschen betrifft, als man denkt, aber kaum jemand spricht wirklich darüber.

00:00:57: Ich sag's dir gleich, das hier wird eine Folge, die dir wahrscheinlich ein paar Aha-Momente beschert, weil wir heute ein Stück tiefer schauen, als nur jemand war unfreundlich zu mir oder so.

00:01:10: Es geht... um diese leisen, unscheinbaren Momente, in denen etwas in dir zusammenzog.

00:01:17: Du aber nicht sofort greifen kannst, warum das überhaupt passiert.

00:01:21: Du kennst das bestimmt auch.

00:01:23: Du sitzt beispielsweise jemandem gegenüber, das Gespräch läuft irgendwie seltsam und du gehst danach raus und denkst dir, irgendwas war hier nicht okay.

00:01:34: Du kannst es nicht richtig benennen, aber dein Bauch hat es gemerkt, wovor dein Kopf überhaupt aufgewacht ist.

00:01:41: Und... Genau darüber reden wir heute.

00:01:44: Über diese ganz fein Schwingungen, die man leicht übersieht, wenn man gerade versucht, ein höflicher Mensch zu sein oder einfach nur seine Ruhe haben möchte.

00:01:55: Und ja, ich mache es direkt vor und wäre klar, wir werden hier nicht so tun, als wäre Respektlosigkeit immer laut und eindeutig.

00:02:04: Wenn jemand dich anschreit oder beleidigt, klar, das kennt jeder, aber das Spannende ist doch und Auch das Gefährliche passiert oft viel subtiler.

00:02:16: Es sind diese kleinen Verschiebungen, die du vielleicht weglächelst, weil du dir denkst, ah, komm schon, ist nicht so schlimm.

00:02:24: Und trotzdem spürst du innerlich so ein ganz leichtes Ziehen, wie wenn man eine Jacke anhat, die irgendwie nicht richtig sitzt oder so.

00:02:36: Ich will heute mit dir mal ganz in Ruhe aufdrösen, warum manche Situationen sich in dir so falsch anfühlen.

00:02:43: obwohl niemand laut geworden ist oder so.

00:02:47: Und ich sage dir jetzt schon, das Thema hat eine Menge, Menge damit zu tun, wie wir gelernt haben, mit uns, mit uns selbst umzugehen.

00:02:56: Denn viele von uns sind so stark darauf trainiert, Verständnis zu haben, nett zu sein oder freundlich zu bleiben oder harmonisch zu wirken, dass wir gar nicht mehr merken, wann wir uns selbst dabei übergehen.

00:03:12: Und ich nehme dich heute mit, genau dorthin, wo diese Grenze beginnt.

00:03:17: Also, dorthin, wo nicht die anderen unhöflich sind, sondern wo du anfängst, innerlich zu verhandeln.

00:03:26: Wo du denkst, ah, komm, so schlimm war es nicht.

00:03:30: Obwohl du eigentlich ganz genau weißt, dass es dich irgendwie getroffen hat.

00:03:35: Wenn du jetzt gerade innerlich nix, oder so ein halbes stilles, ja?

00:03:41: Kenne ich, fühlst, dann bleib auf jeden Fall dran, denn das ist genau der Punkt an dem Veränderung wirklich beginnt.

00:03:50: Wir sprechen heute über Selbstrespekt auf eine andere Art, die vielleicht ein bisschen unbequem klingt, aber genau das braucht dieses Thema auch.

00:03:59: Denn es geht nicht darum, nett durchs Leben zu laufen und alles durchgehen zu lassen, nur damit niemand sich beschwert.

00:04:07: Es geht doch darum, dass du irgendwann anfängst, ernst zu nehmen, was in dir passiert, wenn jemand deine Grenzen ignoriert, auch wenn es nur ein kleiner Kommentar war oder ein Blick, der irgendwie nicht passt.

00:04:22: Okay, und jetzt lass uns mal einen Schritt weitergehen.

00:04:25: Wenn wir über Respektlosigkeit sprechen, dann denken, ich denke mal ganz viele sofort an irgendwelche lautstarken Szenen, Streit, Beleidigung, das volle Programm halt.

00:04:37: Aber genau das ist ja das Problem.

00:04:40: Die richtig unangenehmen Dinge passieren meist viel stiller.

00:04:45: Und genau da wird es tricky für dich, weil du es im ersten Moment gar nicht als Respektlosigkeit erkennst.

00:04:53: Es fühlt sich nur irgendwie halt einfach falsch dran.

00:04:57: So ein bisschen wie ein Schuh, der optisch einfach perfekt aussieht, aber beim Laufen an einer Stelle minimal reibt und du dir denkst, komm schon, das geht.

00:05:09: Aber zwei Stunden später hast du die Blase des Todes.

00:05:12: Genauso funktionieren diese subtilen Grenzverletzungen.

00:05:18: Ich habe irgendwann gemerkt, dass Respektlosigkeit selten mit einem riesengroßen Knall anfängt.

00:05:25: Sie kommt eher wie ein schlechter WLAN-Empfang.

00:05:30: Erst merkst du so ein ganz leichtes Stocken, dann hängt es kurz und plötzlich ist die Verbindung komplett weg.

00:05:37: Und wenn wir das auf unser Leben übertragen... Bedeutet das, diese kleinen feinen Momente, die man schnell wegwischt, sind eigentlich schon die ersten Wahnsignale.

00:05:49: Und da war dann auch noch überhaupt kein Drama oder ein großes Theater im Spiel, sondern einfach nur ein Gefühl, dass etwas nicht stimmt.

00:05:59: Das können Sätze sein, die oberflächlich harmlos aussehen, aber eine Wirkung haben, die sich tief in dir festsetzt.

00:06:08: Oder jemand reagiert mit einem Lachen, das nicht wirklich freundlich gemeint ist, sondern so ein bisschen dieses, ich stelle mich mal über dich Lachen.

00:06:18: Kennst du vielleicht?

00:06:20: Und während du noch überlegst, ob du empfindlich bist, ist der andere längst weitergezogen.

00:06:26: Genau das macht es so wichtig, dieses feine Ziehen in dir ernst zu nehmen, denn dein Körper ist oft schneller als dein Kopf.

00:06:37: Das spannende ist, sehr viele Menschen haben nie gelernt, diese leisen Formen von Respektlosigkeit überhaupt einzuordnen.

00:06:46: Wir sind konditioniert darauf, erst zu reagieren, wenn etwas laut, eindeutig oder irgendwie extrem ist.

00:06:54: Aber diese kleinen Verschiebungen im Verhalten anderer, die sind viel entscheidender.

00:07:01: Und ja, sie sind auch schwieriger zu benennen, weil die niemand ins Gesicht schreit.

00:07:07: Es ist eher so ein subtiler Wechsel, bei dem du spürst, dass Deine Grenze nicht wirklich zählt.

00:07:15: Und das Verrückte ist, dass man ja oft erst später merkt, was da passiert ist.

00:07:20: Du gehst weg aus einer Situation und denkst dir, Moment mal, was war das eigentlich gerade?

00:07:27: Und wenn du es dann nochmal durchgehst, wird plötzlich klar, dass da jemand deine Haltung, dein Wert oder deine Grenze nicht ernst genommen hat.

00:07:37: Ganz ohne großes Tamtam.

00:07:40: Das ist wie so ein... Kleiner Riss in der Scheibe.

00:07:44: Am Anfang kaum sichtbar, aber wenn du es ignorierst, zieht er sich irgendwann über die gesamte Fläche.

00:07:52: Ich finde es unglaublich wichtig, sich diese Dynamik bewusst zu machen, weil man sonst ständig gegen sich selbst arbeitet.

00:08:01: Du merkst innerlich ein Ziehen, aber dein Kopf sagt, ah, komm schon, übertreibt nicht.

00:08:08: Und genau da fängt der Stress an.

00:08:11: Nicht weil der andere so unglaublich laut war, sondern weil du gegen dein eigenes Gefühl gehst.

00:08:17: Wenn ich dir einen Tipp geben kann, dann den.

00:08:20: Sobald du merkst, dass Indy ein leichtes Unbehagen aufkommt, dann schieb das nicht sofort weg.

00:08:28: Hör einfach mal kurz hin.

00:08:30: Du musst noch nichts tun, nichts sagen, nichts klären.

00:08:33: Nur ernst nehmen, dass da etwas ist.

00:08:37: Und ja.

00:08:38: Es gibt Menschen, die beherrschen diese feinen Grenzverschiebungen fast schon wie eine Kunstform.

00:08:44: Die brauchen gar kein lautes Auftreten und kein Theater.

00:08:48: Die machen das mit einem Tonfall, einem Blick oder in einem Satz, der so verpackt ist, dass es auf den ersten Blick harmlos wirkt.

00:08:58: Und genau deswegen spreche ich heute so ausführlich darüber.

00:09:02: Respektlosigkeit beginnt nicht erst da, wo jemand die offen vor den Kopf stößt.

00:09:08: Sie beginnt dort, wo du innerlich leiser wirst, obwohl du eigentlich klar bleiben solltest.

00:09:16: Das Entscheidende ist also nicht, wie laut etwas ist, sondern wie es sich in dir selbst anfühlt.

00:09:23: Wenn sich etwas in dir zusammenzieht, wenn deine Energie abrutscht oder du plötzlich das Bedürfnis hast, dich zu erklären, obwohl du gar nichts falsch gemacht hast, dann lohnt es sich auf jeden Fall genauer hinzuschauen.

00:09:39: Einfach nur Damit du im nächsten Schritt leichter entscheiden kannst, wie du mit solchen Momenten umgehen möchtest.

00:09:47: Und wenn wir schon mal über diese leisen Formen von Respektlosigkeit sprechen, dann müssen wir eigentlich automatisch über etwas reden, dass viele Menschen wahnsinnig belastet, ohne dass sie es oft merken.

00:10:02: Dieses verdammt schwere Thema Grenzen setzen.

00:10:06: Denn ganz ehrlich, es wäre ja eigentlich logisch.

00:10:10: Du merkst, da stimmt was nicht.

00:10:12: Du fühlt sich unwohl.

00:10:14: Irgendjemand schiebt über deine Linie.

00:10:17: Und theoretisch würdest du sagen, stopp, so nicht.

00:10:22: Aber in der Realität läuft es meist ganz anders.

00:10:26: Da fängt man an zu zögern oder zu erklären, zu verharmlosen oder zu hoffen, dass es sich von selbst erledigt.

00:10:34: Und genau an der Stelle wird spannend.

00:10:40: Ich habe irgendwann gemerkt, dass Grenzen setzen viel weniger mit Mut zu tun hat, sondern viel mehr mit Konditionierung.

00:10:49: Viele von uns haben früh gelernt, nicht aufzufallen, höflich zu bleiben, verständnisvoll zu reagieren, selbst wenn man innerlich schon längst am Kochen ist.

00:11:00: Und dieses Muster zieht sich oft bis ins erwachsenen Leben durch.

00:11:06: Du weißt eigentlich, dass eine Grenze überschritten wurde, aber In deinem Kopf läuft ein altes Programm ab, das dir zuflüstert.

00:11:15: Ach komm, sei nicht kompliziert.

00:11:19: Und während du diesem Gedanken hinterherrenst, verpasst du den Moment, in dem du eigentlich klar hättest sagen müssen, so nicht.

00:11:32: Es ist fast schon faszinierend, wie tief diese Muster sitzen.

00:11:36: Wenn du jahrelang darauf getrimmt wurdest, Harmonie zu halten, dann wirkt jede Form von Abgrenzung plötzlich wie ein kleiner Weltuntergang.

00:11:47: Und das ist einer der Gründe, warum so viele Menschen sich in solchen Situationen klein machen.

00:11:54: Nicht weil sie es nicht besser wissen, sondern weil sie gelernt haben, dass ein entspannter Raum nur dann existiert, wenn sie sich selbst zurücknehmen.

00:12:06: Das klingt hart, aber genau das geschieht unter der Oberfläche.

00:12:11: Und dazu kommt noch etwas anderes, das viele total unterschätzen.

00:12:16: Der innere Konflikt zwischen Selbstschutz und Anerkennung.

00:12:21: Ich meine, wir Menschen wollen dazugehören.

00:12:24: Wir wollen gemocht werden.

00:12:25: Wir wollen nicht schwierig wirken.

00:12:28: Und genau dieses Bedürfnis sorgt oft dafür, dass wir unsere eigenen Grenzen wegrationalisieren.

00:12:37: Im Kopf klingt es dann ungefähr so.

00:12:39: War nicht so schlimm.

00:12:40: Vielleicht habe ich es falsch verstanden.

00:12:42: Es ist bestimmt nicht böse gemeint.

00:12:45: Du weißt bestimmt, was ich meine.

00:12:47: Und während du dich selbst beruhigst, wird deine Grenze aber weiter verschoben.

00:12:53: Nicht von einer Person, sondern von dir selber.

00:12:57: Und dann gibt es noch diesen Klassiker.

00:12:59: Man denkt, man müsste alles sofort erklären.

00:13:03: Als ob man sich für sein Unwohlsein rechtfertigen müsste.

00:13:07: Du kennst vielleicht solche Situationen.

00:13:09: Indem du innerlich spürst, das war nicht okay.

00:13:14: Aber anstatt es anzusprechen, fängst du an, dich selbst zu hinterfragen.

00:13:19: Und das perfide daran ist, dass sich viele Menschen lieber selbst anzweifeln, als die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass jemand anderes respektlos war.

00:13:30: Das fühlt sich für viele irgendwie leichter an.

00:13:33: Total verrückt, oder?

00:13:35: Aber psychologisch absolut nachvollziehbar.

00:13:41: Also für mich ist ein entscheidender Punkt dabei, dass wir oft verlernt haben und selbst ernst zu nehmen, bevor es laut wird.

00:13:49: Wir haben gelernt, dass Respekt erst eine Rolle spielt, wenn es offensichtlich ist.

00:13:54: Aber selbst Respekt beginnt viel früher.

00:13:58: Nicht in dem Moment, in dem du explodieren könntest oder alles erklärst, sondern in dem Moment, in dem du spürst, hier stimmt was nicht.

00:14:10: Wenn du diesen Moment überspringst, dann rutschst du automatisch in ein Muster rein, die dich langfristig ausbrennen.

00:14:20: Und genau da fängt der Kreislauf ja auch an.

00:14:23: Du hältst zu viel aus, du erklärst zu viel, du gibst zu viel Raum und wunderst dich dann irgendwann, warum du leer bist.

00:14:33: Und ja, es ist verdammt schwer, sich gegen diese Muster zu stellen.

00:14:38: Vor allem, wenn du gelernt hast, deine eigenen Bedürfnisse hinten anzustellen, damit alles funktioniert.

00:14:47: Aber genau deswegen spreche ich so intensiv darüber.

00:14:51: Grenzensetzen ist nicht unhöflich.

00:14:54: Grenzensetzen ist nicht hart.

00:14:56: Grenzensetzen ist auch kein Angriff gegen jemand anderen.

00:15:01: Grenzensetzen ist einfach nur ein Zeichen dafür, dass du dich selbst nicht dauerhaft hinten anstellst.

00:15:10: Und sobald du das einmal verstanden hast, wird auch klar, warum dieses Thema so emotional aufgeladen ist.

00:15:18: Denn jedes Mal, wenn du keine Grenze setzt, trotz eines schlechten Gefühls, setzt du unbewusst eine Grenze gegen dich selbst.

00:15:27: Du sagst nicht dem anderen, mach ruhig, du sagst dir selbst, ich nehme mich später ernst.

00:15:35: Und genau das ist der Punkt, der vielen innerlich zu schaffen macht.

00:15:39: ohne dass sie wissen, warum.

00:15:42: Und genau an diesem Punkt, wo wir verstehen, warum Grenzen so schwer fallen, wird klar, wie wichtig es ist, diese feinen Momente überhaupt erst mal wahrzunehmen.

00:15:55: Denn ganz ehrlich, viele dieser Situationen rauschen einfach an einem vorbei, weil man im Alltag so viel gleichzeitig jongliert, dass man gar nicht merkt, wann etwas in einem kippt.

00:16:09: Und deshalb ist es so entscheidend, dass ich lerne, auf diese leisen Signale zu achten.

00:16:16: Nicht weil ich empfindlich bin, sondern weil mein Körper manchmal schneller registriert, dass eine Grenze übertreten wurde, als mein Kopf überhaupt in der Nähe von Warte mal kurz kommt.

00:16:30: Also ich habe für mich irgendwann mal gemerkt, dass mein erstes Gefühl fast immer Gold wert ist.

00:16:37: Dieses kleine Ziehen dieser nervige Minigedanke, der sich meldet, bevor ich ihn weglächle.

00:16:44: Und wenn ich da kurz stehen bleibe, nur innerlich, dann checke ich viel schneller, was da eigentlich passiert.

00:16:51: Denn oft ist Respektlosigkeit nicht der große Schlag, sondern dieses subtile Gefühl, dass meine Meinung einfach unter den Tisch gekehrt wurde, oder meine Grenze, wie so ein Hindernis gesehen wurde, das man elegant umgeht.

00:17:08: Und während ich noch überlege, ob das jetzt wirklich eine Grenzüberschreitung war, ist die Situation längst vorbei.

00:17:17: Also ist es umso wichtiger, dass ich mich selbst ernst nehme, sobald ich innerlich merke, dass irgendwas nicht rundläuft.

00:17:25: Das heißt jetzt nicht, dass ich sofort los poltern muss.

00:17:28: Im Gegenteil, manchmal ist der beste Schritt wirklich nur ein kurzes Innerhalten.

00:17:34: Dieses Okay, irgendwas war da.

00:17:38: Wenn ich mir erlaube, diesen Moment nicht wegzuschieben, dann komme ich automatisch in eine klare Haltung.

00:17:45: Das hilft mir später dabei, eine Grenze überhaupt auszusprechen, ohne dass es sich künstlich oder übertrieben anfühlt.

00:17:55: Und wenn ich dann merke, dass etwas wiederholt passiert oder dass jemand sich einfach komplett darüber hinweg setzt, dann ist ein klarer Satz auf der Game Changer.

00:18:07: Nichts dramatisches, nichts großes, eher so eine Art verbale Markierung einfach.

00:18:13: Ein hey so funktioniert es für mich nicht.

00:18:17: Das reicht meist völlig.

00:18:19: Und wenn die andere Person das nicht ernst nimmt oder sogar darüber hinweggeht, dann ist genau das die Antwort die mich weiterbringt.

00:18:28: Nicht weil ich kämpfen muss, sondern weil mir Diese Reaktion zeigt, dass ich meine Energie anders ausrichten darf.

00:18:38: Ich sehe das mittlerweile ein bisschen wie bei einer schlechten Radiosendung.

00:18:42: Du musst dich nicht beschweren und du musst dich nicht erklären, warum die Musik furchtbar ist.

00:18:48: Du drehst einfach die Lautstecke runter oder stellst auf einen anderen Sender Punkt.

00:18:54: Und ja, manchmal bedeutet das Abstand.

00:18:57: Nicht aus Trotz, nicht aus Drama, sondern aus Selbstachtung.

00:19:03: Weil ich ganz genau weiß, dass jedes Mal, wenn ich mich auf Diskussion einlasse, in denen meine Grenzen sowieso nicht gesehen werden, ich am Ende nur Energie verliere, nichts weiter.

00:19:18: Es gibt halt Menschen, die verstehen ein Nein, wenn man es sagt, und es gibt Menschen, die verstehen ein Nein erst, wenn man nicht mehr bleibt.

00:19:29: Das klingt hart, aber es ist ein extrem klarer Filter.

00:19:33: Denn wenn jemand deine Grenze übergeht, nachdem du sie ausgesprochen hast, dann sagt das mehr über diese Person aus als jede Entschuldigung, die danach kommt.

00:19:46: Und genau deshalb ist es so so wichtig, dass ich nicht dauernd erkläre, warum ich eine Grenze ziehe.

00:19:54: Je mehr ich erkläre, desto mehr gebe ich Energie in etwas rein, das von Anfang an nicht auf Augenhöhe stattgefunden hat.

00:20:05: Ich habe irgendwann für mich verstanden, dass ich niemandem beweisen muss, warum sich etwas nicht richtig anfühlt.

00:20:13: Dieses Gefühl reicht.

00:20:15: Und es ist völlig okay, aus Situationen rauszugehen, die mir Kraft nehmen.

00:20:20: Nicht weil ich schwach bin, sondern weil ich nicht bereit bin, meine eigene innere Stabilität dafür zu opfern.

00:20:29: Wenn ich also merke, dass ich nach einem Gespräch kleiner rausgehe, als ich reingegangen bin, dann ist das doch ein ziemlich deutliches Signal, oder?

00:20:40: Und wenn es mehrfach passiert, dann muss ich keine Analyse starten.

00:20:44: Dann darf ich einfach entscheiden, dass ich mein Fokus anders setze.

00:20:50: Und genau das verändert so viel.

00:20:54: Wenn ich nicht mehr in diese Rechtfertigungsschleife reingehe, sondern mich stattdessen auf die Menschen und Situation konzentriere, bei denen ich klar und kraftvoll bleibe.

00:21:06: dann sortiert sich vieles ganz automatisch.

00:21:11: Es geht auch überhaupt nicht darum, perfekte Reaktionen zu haben.

00:21:16: Es geht darum, dass ich mich selbst nicht verliere.

00:21:20: Und wenn ich diesen Punkt verstanden habe, dann fühlt sich Abstand nicht mehr wie ein Abbruch an, sondern wie ein Aufräumen.

00:21:28: Wie dieses kleine Innere... Okay, weiter geht's.

00:21:32: Und genau dort beginnt echte Klarheit.

00:21:38: Und damit wären wir eigentlich schon an einem Punkt angekommen, an dem alles zusammenläuft.

00:21:45: Wenn ich auf diese Folge schaue, dann zieht sich eine Sache wie so ein roter Faden durch.

00:21:52: Respekt ist nichts Lautes, nichts Auffälliges, sondern etwas, das im Kleinen beginnt.

00:22:00: Und genau da beginnt auch Selbstrespekt, nicht in großen Gesten, sondern in diesen Momenten, in denen ich merke, dass sich etwas in mir verschiebt.

00:22:11: Und wenn ich diese Signale ernst nehme, dann verändert sich automatisch, wie ich durch mein Leben gehe.

00:22:19: Es geht also nicht darum, ständig on fire zu sein oder jede Kleinigkeit zu kommentieren.

00:22:26: Es geht darum, dass ich klarbleibe, wenn jemand meine Grenzen unscharf macht.

00:22:31: Und klarbleibe, wenn ich selbst dazu neige, mich klein zu reden.

00:22:36: Wenn ich das einmal verinnerlicht habe, fühlt sich Abstand nicht mehr wie ein Drama an, sondern wie eine Entscheidung, die einfache Sinne gibt.

00:22:46: So wie der Moment, in dem man eine Playlist gibt, weil sie einem nicht gut tut.

00:22:52: Kein großes Ding, aber es verändert komplett die Stimmung.

00:22:56: Und ja, ich weiß, das Thema kann manchmal schwer sein, aber genau deswegen war es mir wichtig, es heute mit dir durchzugehen.

00:23:05: Wenn dir diese Gedanken geholfen haben oder du jemanden kennst, der gerade genau damit kämpft, dann schicke diese Folge einfach weiter.

00:23:14: Und wenn du Lust hast, uns ein bisschen zu supporten, dann abonnier den Podcast oder schreib uns eine kleine Bewertung.

00:23:20: Das hilft enorm und freut mich oder vielmehr uns wirklich jedes Mal sehr.

00:23:27: Ich danke dir auf jeden Fall fürs Zuhören und dafür, dass du dir die Zeit genommen hast zuzuhören.

00:23:33: Und jetzt... Lasst das Ganze einfach mal in dir nachklingen und wir hören uns dann in der nächsten Folge wieder.

00:23:40: Bis dahin, hör auf dein Herz, vertraue auf deine innere Stimme und vergiss nicht, die Antworten liegen in dir.

00:23:49: Unbox yourself and supercharge your life.

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