#100 Warum Du tust, was Du tust – 7 Alltagsmuster, die mehr über Dich erzählen, als Du denkst

Shownotes

Es gibt sieben ganz alltägliche Verhaltensweisen, die du wahrscheinlich kennst — und die heimlich auf eine Wunde aus deiner Kindheit zeigen. Was wie schlechte Angewohnheiten oder fehlende Disziplin aussieht, sind tatsächlich alte Schutzprogramme, die dein inneres Kind damals entwickelt hat, um durchzukommen. Wir schauen uns an, woher diese Muster wirklich kommen — und warum das Erkennen schon der wichtigste Schritt ist, um sie sanft zu verändern.

Transkript anzeigen

00:00:00: Du fragst dich manchmal, warum du dich selbst so kompliziert anfühlst?

00:00:05: Warum du Dinge tust die du dir nicht erklären kannst?

00:00:09: Dich klein machst.

00:00:11: Alles kontrollierst.

00:00:13: Nie wirklich annehmen kannst!

00:00:16: Heute bekommst du sieben Antworten und sie führen alle an einen Ort, an den du gerade ganz sicher nicht denkst.

00:00:40: Hallo und herzlich willkommen bei einer neuen Folge von unserem Supercharger Live-Podcast.

00:00:46: Schön, dass du da bist!

00:00:48: Heute geht's um ein Thema das fast jeden von uns betrifft – auch wenn die meisten gar nicht auf dem Schirm haben, dass es sie betrifgt.

00:00:57: Sieben ganz alltägliche Verhaltensweisen, die im Grunde lautstark «Hallo hier liegt ein eites Kindheitstrauma» schreien….

00:01:07: Und nein, wir reden hier nicht von den ganz großen Dramathemen sondern von den leisen fast unsichtbaren Spuren die unsere Kindheit hinterlässt und die heute oft Jahrzehnte später noch immer unbemerkt im Hintergrund unser Verhalten steuern.

00:01:27: Und jetzt stell dir mal folgendes vor!

00:01:29: Ich finde dieses Bild ja wirklich genial weil es so vieles auf dem Punkt bringt Dein Nervensystem, also dieser ganze innere Apparat der jeden deiner Reflexe, jede deiner Emotionen und im Grunde auch jede deine Entscheidungen mitsteuert ist im Prinzip nichts anderes als eine App.

00:01:52: Und zwar – und jetzt kommt's!

00:01:54: Eine richtig, richtig alte App.

00:01:58: Eine die vor dreißig, vierzig oder sogar fünfzig Jahren programmiert wurde je nachdem, wie lange du schon auf diesem Planeten unterwegs bist.

00:02:09: Programmiert wurde sie übrigens nicht von dir sondern vom kleinen Menschen der du damals warst und dem musste halt mit den Mitteln arbeiten die ihm zur Verfügung standen.

00:02:21: Und weißt Du was ich daran so wild finde?

00:02:23: Diese App wurde damals nicht entwickelt damit du dich heute gut fühlst.

00:02:28: Sie wurde entwickelt damit überlebst Punkt.

00:02:32: Es ging nicht um Glück Nicht um Selbstverwirklichung, nicht um Ich liebe mich einfach so wie ich bin Sondern darum ganz pragmatisch in deinem damaligen Umfeld klarzukommen.

00:02:45: Also wurden Funktionen eingebaut Wie Konflikte sofort vermeiden Bedürfnisse leise zurückstellen Lieber funktionieren als Anäcken Mehr leisten um sicher zu sein Alles total clever alles damals absolut sinnvoll.

00:03:03: Tatsächlich war diese App damals quasi dein bester Freund.

00:03:08: Nur und jetzt wird es eben ein bisschen drastisch, diese App hat seitdem nie ein Update bekommen – nicht eines!

00:03:18: Während die Welt um dich herum sich gefühlt im stundenTakt weiterdreht läuft in deinem Inneren immer noch die Version eins Punkt Null aus dem Jahr wirklich schon ewig her.

00:03:31: Du bist der Wachsen, hast vielleicht einen Job eine Beziehung ein eigenes Zuhause.

00:03:37: Eine ganze Persönlichkeit aber dein Nervensystem reagiert manchmal eben noch so als wärst du fünf und das ist nicht süß.

00:03:46: Das ist sogar irgendwie tragisch weil dieses ureite Programm im Alltag oft das Steuer übernimmt ohne dass du es überhaupt mitbekommst.

00:03:58: was früher also ein hoch intelligentes Schutzprogramm war sieht heute eben manchmal aus wie das totale Gegenteil, wie Selbstsabotage.

00:04:08: Wie dieser eine Online-Einkauf um drei Uhr nachts!

00:04:13: Wie der komische Drang sich für jeden Atemzug zu entschuldigen.

00:04:18: Wie die innere Panik wenn der Kalender mal nicht durchgetaktet ist.

00:04:23: Und genau diese kleinen scheinbar harmlosen Verhaltensweisen sind im Grunde die Pushnachrichten dieser vereiteten App.

00:04:32: Die flüstern dir leise, aber unaufhörlich zu.

00:04:36: Hey!

00:04:37: Hier liegt noch was.

00:04:39: Ihr wartet noch ein altes Programm darauf endlich neu geschrieben zu werden.

00:04:46: So, schauen wir uns die also mal an und ich sage dir gleich pass beim Zuhören vielleicht auf dass du dich nicht so oft etappt fühlst.

00:04:55: das könnte echt unangenehm werden.

00:04:59: fangen wir mit einem absoluten Klassiker an Du kaufst ständig Dinge die du eigentlich gar nicht brauchst.

00:05:07: Online-Bestellung hier, Spontankauf da und im wahren Korb landet Zeug an das du vor zehn Minuten noch keinen Gedanken verschwendet hast.

00:05:17: Dahinter steckt häufig keine Konsumlust sondern eine emotionale Lehre – Eine innere Botschaft, die im Grunde sagt mir hat als Kind irgendwas gefehlt.

00:05:29: Meistens Aufmerksamkeit oder das Gefühl Bedingungslos geliebt zu werden.

00:05:35: Das neue Top dämpft das Kurz, aber eben nur kurz!

00:05:41: Dann gibts diesen einen Reflex, dass du dich für Dinge entschuldigst, für die wirklich kein Mensch sich entschildigen muss.

00:05:48: Sorry, daß ich frage.

00:05:50: Tut mir Leid, dass ich überhaupt da bin.

00:05:53: Das ist präventiv – Du machst Dich klein bevor jemand anders es tun könnte.

00:05:58: Weil du als Kind irgendwann mein'n das Gefühl hattest dass deine bloße Anwesenheit anstrengend ist.

00:06:08: Eine weitere Spezialität, du springst auf sobald jemand den Raum betritt eben noch entspannt aufs Handy gestarrt und zack.

00:06:17: plötzlich wirst du super beschäftigt ein absoluter Klassiker bei Menschen deren Wert in der Kindheit an Leistung geknüpft war.

00:06:26: setze wie was sitzt Du schon wieder rum hinterlassen spuren.

00:06:31: Heute fühlt sich nichts tun einfach gefährlich an.

00:06:36: Dann diese Sache mit dem Essen, tagsüber bist du diszipliniert fast schon streng mit dir Salat kleine Portionen alles brav und abends macht es klick und du sitzt vor der Schokolade als hättest du drei Tage gefastet.

00:06:53: das ist kein Disziplinproblem sondern Spattungsabbau.

00:06:57: tagsüber unterdrückte Bedürfnisse holen sich abends einfach was im Außen nicht ging.

00:07:04: Geht weiter!

00:07:05: Und das hier finde ich persönlich ein besonders fieses Muster, du kannst nichts annehmen ohne sofort innerlich zu rechnen.

00:07:14: Jemand zahlt den Kaffee und in deinem Kopf ratert die Bilanz.

00:07:19: Jemen schenkt dir was und statt Freude überkommt dich dieser komische Druck.

00:07:24: Liebe war früher selten umsonst – sie hatte einen Preis, manchmal sogar einen Vorwurf im

00:07:30: Anhang.".

00:07:31: Heute fühlt sich geschenkt bekommen oft eher nach Schuld an als nach Freude.

00:07:38: Außerdem das Thema Planung, du plans wirklich alles und sobald jemand sagt komm lass uns spontan was machen zieht sich in dir gefühlt alles zusammen.

00:07:49: Der hintersteckt häufig ein Kindheitsumfeld der schlicht unberechenbar war.

00:07:54: Kontrolle ist heute deiner Art dir die Sicherheit zu geben die damals niemand garantiert hat.

00:08:02: Und zum Schluss der absolute Klassiker im Beziehungseitag.

00:08:07: Jemand antwortet drei Stunden lang nicht auf deine Nachricht und in dir spielt sich ein kleiner Thriller ab!

00:08:15: Hab ich was Falsches gesagt?

00:08:17: Ist die jetzt sauer auf

00:08:19: mich?!

00:08:20: Das ist nicht das heute, dass es alte Bindungsangst hier hochkommt weil Zuwendung früher unzuverlässig und launenabhängig

00:08:29: war.".

00:08:32: So, jetzt hast du diese sieben Muster gehört und vielleicht sitzt du gerade da und denkst okay das war jetzt aber eine ganze Menge.

00:08:40: Vielleicht hast du dich bei zwei oder drei davon ertappt gefühlt?

00:08:44: Vielleicht bei allen sieben.

00:08:46: Und in beiden Fällen will ich dir kurz was sagen weil ich glaube dass ist der eigentlich wichtigste Teil der ganzen Folge.

00:08:55: Kindheitstrauma is ein riesengroßes Wort.

00:08:59: Ich weiß Da denken viele sofort an die ganz krassen Dinge, an Filme, an Therapiekouchen und traumatischer Ereignisse mit großem Tee.

00:09:11: Und das ist ja auch nicht falsch!

00:09:13: Aber die meisten von uns reden hier gar nicht über das große Tee sondern über die ganz leisen alltägliche Dinge Eltern, die irgendwie überfordert waren weil sie selber nie gelernt haben wie es geht mit Liebe und Bedürfnissen Bezugspersonen, die ihr Bestes gegeben haben und trotzdem an irgendeiner Stelle nicht das geben konnten was du gebraucht hättest.

00:09:40: Das hat nichts mit Schuld zu tun – und das ist auch nicht der Punkt!

00:09:44: Der Punkt ist dass dein inneres Kind damals improvisieren musste und dabei ziemlich kreativ wurde.

00:09:52: Diese kleinen Strategien, die du heute noch in dir trägst sind im Grunde Beweise dafür wie clever du als Kind warst.

00:10:02: Und jetzt kommt das, was ich an dem Ganzen so schön finde!

00:10:06: Dass Du heute da sitzt und die alten Muster bei Dir wiedererkennst ist nicht das Problem – Das ist das Geschenk!

00:10:13: Es ist im Endeffekt das erste Mal überhaupt dass Du auf die Frage Warum mache ich das eigentlich?

00:10:19: Eine ehrliche vollständige Antwort bekommst.

00:10:23: Nicht weil Ich halt so bin, nicht Weil ich keine Disziplin habe sondern weil ein Teil von mir damals gelernt hat, dass das das sicherste war.

00:10:34: Und weißt du was das verändert?

00:10:36: Es nimmt einfach den Druck raus!

00:10:38: Du bist nicht kaputt, du bist nicht falsch programmiert im Sinne von Defekt.

00:10:43: Du bist programmiert mit Code der mal sinnvoll war und heute eben nicht mehr ganz passt.

00:10:50: Das ist nichts was du in drei Tagen umschreibst sondern etwas das Zeit, Geduld und auch ein bisschen Mitgefühl mit dir selbst braucht.

00:11:01: Was ich dir also mitgeben möchte ist eigentlich nur eins – behalt das was dir heute aufgefallen ist mal eine Weile im Hinterkopf!

00:11:09: Nicht analysieren nicht sofort verändern wollen nicht direkt in den Optimierungsmodus schießen einfach beobachten.

00:11:18: Und das nächste Mal wenn du dich beim Entschuldigen für nichts ertappst oder um halb A vor dem Kühlschrank stehst, dann darfst du innerlich kurz lächeln.

00:11:29: Weil du nämlich jetzt weißt woher das kommt.

00:11:32: Denn nur Menschen die sich selbst wirklich verstehen haben überhaupt die Möglichkeit etwas in Sicht zu verändern.

00:11:39: Alles andere ist Kosmetik Und Du bist so...so viel mehr als dass So und damit sind wir auch schon am Ende von dieser Folge angekommen.

00:11:52: Ich hoffe wirklich von Herzen dass du dich in dem einen oder anderen Punkt wiedergefunden hast und vor allem, das du heute mit einem etwas weicheren Blick auf dich selber rausgehst.

00:12:04: Auf dieses Kind in dir was damals echt sein Bestes gegeben hat um sich durchzustehen!

00:12:11: Und auf die erwachsene Version von dir, die das jetzt langsam neu sortieren darf ganz ohne Druck, ganz in deinem Tempo.

00:12:22: Danke, dass du dir die Zeit genommen hast.

00:12:24: Bis dahin, hör auf dein Herz, vertraue deine innere Stimme und vergiss nicht.

00:12:30: Die Antworten liegen in dir!

00:12:33: Unbox yourself and supercharge your life.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.