#101 Wie Du aufhörst, Dein Backstage mit der Premiere anderer zu vergleichen

Shownotes

Wie lange würdest du brauchen, um dich selbst auf die Liste der Menschen zu setzen, die du wirklich liebst? Die meisten kommen da gar nicht erst drauf – und genau hier beginnt das Problem. Eine ehrliche Folge über echte Selbstliebe, abseits von kitschigen Spiegelübungen und leeren Affirmationen. Warum wir uns selbst klein machen, wie du der Vergleichsfalle entkommst, deine wahren Stärken erkennst und endlich Ja zu dir selbst sagst. Plus: Warum dein innerer Dialog über mehr entscheidet, als du ahnst – und wie du das Gefühl, dich selbst zu mögen, freilegst. Denn es liegt schon längst in dir.

Themen: Selbstliebe, Selbstakzeptanz, Selbstwert, innerer Kritiker, Vergleichsfalle, Stärken erkennen, Persönlichkeitsentwicklung, Mindset, Selbstvertrauen

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00:00:00: Wenn ich dich bitten würde, all die Menschen aufzuzählen, die du wirklich liebst.

00:00:06: Wie lange würde es dann dauern?

00:00:09: Bist Du Dich selbst nennst!

00:00:12: Und genau da liegt der Punkt an dem die meisten ihr halbes Leben verpassen.

00:00:34: Hallo und herzlich willkommen bei einer neuen Folge von unserem Supercharger Live Podcast.

00:00:41: Schön dass du da bist.

00:00:43: Ich möchte gleich nochmal mit der Einfrage einsteigen, weil ich finde die hat es echt in sich.

00:00:50: Also stell dir vor, ich würde dich jetzt bitten mal alle Menschen aufzuzählen, die du wirklich liebst also über alles so richtig liebst.

00:01:02: wie lange wird das dann dauern bis Du Dich selbst nennst?

00:01:06: Sekunden Minuten Stunden oder vielleicht und genau das ist der springende Punkt, vielleicht kommst du gar nicht erst darauf dich selbst zu nennen.

00:01:18: Und jetzt drehen wir das ganze nochmal rum!

00:01:20: Ich frag Dich, welche Menschen immer hinter Dir stehen?

00:01:25: Wer steht immer für Dich ein?

00:01:27: ganz egal was passiert?

00:01:30: Würdest Du Dich da selbst auf die Liste setzen?

00:01:34: Naja bei den meisten Menschen ist die Antwort nämlich nein und das schon irgendwie total verrückt oder nicht?

00:01:43: Da läuft jeden Tag jemand mit uns mit, vom ersten Atemzug bis zum letzten.

00:01:49: Und ausgerechnet diese Person vergessen wir bei der Auflistung?

00:01:55: Das ist so als ... ja... als würdest du eine Geburtstagseinladung schreiben und dich selbst nicht einladen!

00:02:04: Macht dir keinen Sinn.

00:02:05: aber genauso fühlt es sich für viele an wenn man wirklich mal genauer darüber nachdenkt.

00:02:12: Heute geht es deswegen genau um das, dich selbst zu mögen.

00:02:18: Und zwar nicht in dieser kitschigen Selbstoptimierungsvariante wo man sich morgens vom Spiegel anschreit wie geil man doch ist sondern echt authentisch.

00:02:30: Wir schauen uns gleich an warum so viele Menschen genau da hängen bleiben und was du tun kannst um aus dieser Nummer wieder rauszukommen.

00:02:40: Also fangen wir als erstes mal damit an Warum das eigentlich so ist?

00:02:45: Also warum sind wir unser eigener größter Kritiker.

00:02:49: Wir machen es nämlich richtig gut, so richtig professionell sogar!

00:02:54: Ich meine andere Menschen sind wir nachsichtig geduldig und verständnisvoll.

00:03:00: wenn ein Kumpel zum Beispiel einen Fehler macht sagst du hey das kann ja mal passieren gar kein Ding.

00:03:07: Wenn du selbst denselben Fehler machst, ist es plötzlich ein Beweis dass mit dir grundsätzlich irgendwas nicht stimmt und das ist total verrückt.

00:03:18: Das hat einen Grund.

00:03:20: Ich glaube wir schauen nämlich permanent auf die Dinge Die wir an uns selbst nicht mögen.

00:03:27: Stell dir einfach mal vor Du hast ein Pickel im Gesicht Ein einzigen Pickel Im Spiegel.

00:03:33: schaust du dann den ganzen Tag nur auf dieses eine Ding.

00:03:36: Du denkst nicht Boah Neunundneinzig, neun Prozent meiner Haut sind komplett pickelfrei.

00:03:42: Was für eine Wahnsinnsquote das doch ist!

00:03:45: Nein nein dein Fokus klebt auf diesem einen Punkt und genauso machen wir es halt ja mit unserem ganzen Leben.

00:03:55: Ich meine hundert Leute können dir sagen dass du was richtig gut gemacht hast.

00:04:01: Und dann kommt einer um die Ecke mit Kritik und genau diese eine Stimme Spieze die Abends im Bett auf Repeat ab.

00:04:10: Vier Uhr morgens, der Spruch läuft immer noch in Dauerschleife eigentlich komplett bekloppt oder nicht?

00:04:18: Dazu kommt dann meistens dieses Gefühl irgendwie allein zu sein mit seinem Kram Mit den Zweifeln, den Ängsten diesem inneren Chaos das manchmal so abgeht.

00:04:29: Wir schauen auf andere und denken bei dem läuft es doch Der hat's drauf, er wacht morgens auf und freut sich aufs Leben.

00:04:37: Aber das ist halt Einfach nur eine Illusion, denn jeder Mensch um dich herum trägt seinen eigenen mentalen Rucksack mit sich herum.

00:04:46: Du siehst ihn nun nicht!

00:04:48: Und dann ist da noch wie ich finde dieses große Ding aus der Kindheit.

00:04:52: Ich mein erinnerst du Dich an Deine Klassenarbeiten?

00:04:55: Was war da markiert?

00:04:57: Rotrotrotrotot.

00:05:00: Deine Fehler – was Du richtig hattest blieb einfach schwarz auf weiß stehen.

00:05:05: Kein Häkchen kein Sticker…einfach gar nichts.

00:05:09: Schon damals haben wir also gelernt, der Fehler ist das Spannende.

00:05:13: Der Fehler wird hervorgehoben und dieses Muster trägst du heute noch mit dir rum!

00:05:22: Der erste Schritt daraus ist im Grunde genau das was wir hier gerade machen – Bewusstsein schaffen.

00:05:29: Du musst es erstmal sehen um es dann anschließend ändern zu können.

00:05:35: Genau dieses Bewusstsein brauchen wir nämlich auch beim nächsten Punkt vielleicht sogar ein bisschen mehr Denn ich glaube, der größte Selbstlieberäuber unserer Zeit liegt wahrscheinlich gerade neben dir auf dem Tisch.

00:05:50: Dein Smartphone Beziehungsweise das, was wir damit so anstellen den ganzen Tag.

00:05:56: Ich meine du wachst morgens auf halb verquollen dein Atem riecht wahrscheinlich noch nach gestern Abend und das erste was du tust ist scrollen.

00:06:06: Was kriegst Du da zu sehen?

00:06:08: Sonnenuntergänge, Strände, Six-Packs Erfolg, lachende Familien, perfekt drapierte Frühstücksteller und so weiter.

00:06:18: Alles glänzt, alles strahlt – alles auf den Punkt perfekt!

00:06:24: Und dein Gehirn, das ja gerade quasi noch im Standby-Modus ist, denkt sich sofort… krass … bei denen läuft's?

00:06:32: Und du?

00:06:33: Du liegst halt mit deinem zerknitterten Gesicht in Bett ... und naja Hier kommt aber der Witz an der Sache.

00:06:42: Was du da siehst, ist nicht das echte Leben!

00:06:46: Niemand zückt das Handy wenn er gerade Stress mit seiner Partnerin hat.

00:06:50: Niemand filmt sich wenn er um drei Uhr nachts grübelnd in der Küche steht.

00:06:55: Niemann postet ein Save hiermit im Kommentar – hab heute Morgen geweint und weiß nicht mal warum?

00:07:02: Das ganze Zeug auf Social Media….

00:07:04: …ist die Highlight-Rolle Die Best of Compilation.

00:07:10: Du dagegen vergleichst dein Backstage mit der Premiere anderer.

00:07:16: Und wie soll man da bitte gewinnen?

00:07:19: Und sowieso, Vergleiche die machen einfach unglücklich und zwar immer egal wie gut du dastehst.

00:07:27: Irgendwo gibt es jemanden der noch besser schöner oder erfolgreicher aussieht.

00:07:33: Schau dir einfach mal die schnellsten Sprinter der Welt an.

00:07:37: Wenn die im hundert Meter Finale stehen Drehen die nicht in Kopf zur Seite um zu checken, wo der Typ auf der Nachbarbahn gerade ist.

00:07:44: Die ziehen ihre Bahn durch – volle Konzentration auf den eigenen Lauf!

00:07:49: Denn jeder Blick nach links und rechts macht sie automatisch langsamer und bringt sie ins Straucheln.

00:07:56: Ein guter Tipp also?

00:07:58: Wäre nur das nächste Mal.

00:07:59: merkst, dass dein Kopf gerade abdriftet und sich vergleicht.

00:08:03: Fragt dich zwei kurze Sachen….

00:08:07: Wo ist meine Aufmerksamkeit gerade hin?

00:08:09: ….

00:08:11: Wo sollte sie eigentlich sein?

00:08:13: Diese zwei Fragen holen dich verlässlich wieder zurück.

00:08:19: Und wenn wir den Blick damals zurück zu uns selbst geholt haben, stellt sich ja gleich die nächste Frage!

00:08:25: Worauf schauen wir denn

00:08:26: überhaupt?!

00:08:28: Bei den meisten Leuten leider auf das was nicht funktioniert… Auf die Schwächen – auf das, was vermeintlich fehlt.

00:08:36: Dabei wurdest du im Grunde mit einem ziemlich krassen Paket geboren … Mit Stärken mit Talenten, mit Erfahrungen die kein anderer Mensch genau in dieser Kombination jemals hatte oder haben wird.

00:08:51: Das klingt ein bisschen kitschig ich weiß aber rein statistisch ist es einfach so.

00:08:58: das lustige ist auch deine Schwächen sind irgendwo da draußen die Stärken von jemand anderem und seine schwächen sind vielleicht genau dass wo du brillierst Soll der Buchhalter halt Buch halten, wenn ihn das glücklich macht.

00:09:14: Das ist nicht dein Job!

00:09:15: Konzentrier du dich auf das was bei dir richtig gut läuft.

00:09:21: Und jetzt die große Frage Wie erkennst Du das?

00:09:25: Schau hin was dir leicht von der Hand geht Wo Du das Zeitgefühl total verlierst weil Du so drin bist in einer Sache und vor allem Wofür Dich Menschen immer wieder loben.

00:09:39: Da liegt ne Spur.

00:09:40: Stärken fühlen sich für uns nämlich nicht spektakulär an, sondern völlig normal.

00:09:46: Genau das ist der Trick an der Sache!

00:09:50: Sich selbst dafür auch mal anzuerkennen, ist übrigens überhaupt nicht arrogant.

00:09:55: Arroganz ist im Grunde nichts anderes als Angst – die Angst nicht zu reichen.

00:10:01: Eigenlob dagegen ist einfach gesunder Respekt vor dir selbst.

00:10:05: Sag ja zu dem was du bist und zwar jetzt.

00:10:09: Nicht erst wenn du noch zehn Kilo abgenommen hast oder die Beförderung in der Tasche.

00:10:15: Das heißt nicht Stillstand, klar darfst du wachsen aber das Fundament ist immer das Ja im Hier und Jetzt!

00:10:24: Und wenn Du dieses Jahr zu Dir selbst sagst verändert sich noch was anderes nämlich die Art wie Du mit Dir redest weil gute Beziehungen bestehen ja immer aus guter Kommunikation.

00:10:37: Stimmt das mit dem Reden nicht läuft die Beziehung schief Und genauso ist das auch mit dir selbst.

00:10:44: Hör zwischendurch einmal kurz hin, wie du eigentlich mit dir selber sprichst – so innerlich!

00:10:50: Wenn Du einen Fehler machst, ein Meeting verboxt oder einfach mal die Spülmaschine vergisst auszuräumen... Was kommt da aus Deinem Kopf raus?

00:10:59: Bei vielen Leuten echt drastisches Zeug….

00:11:03: Boah, Du Idiot!

00:11:04: Du kriegst gar nichts gebacken!

00:11:06: Wie konnte ich nur so blöd

00:11:08: sein?!

00:11:09: Wenn dein bester Kumpel den ganzen Tag so mit dir reden würde, dann wäre es spätestens nach zwei Wochen nicht mehr dein Bester Kompel oder?

00:11:19: Bei dir selbst lässt du das aber laufen und das macht doch eigentlich überhaupt keinen Sinn.

00:11:27: Aber jetzt kommt für mich ein Punkt der wirklich echt viel verändern kann Denn Du bist nicht deine Gedanken!

00:11:35: Du bist der die diese Gedanken bemerkt Und genau deswegen kannst du sie auch verändern.

00:11:41: freundlich mit dir reden.

00:11:43: Das kann man üben, wie eine neue Sprache und weißt du was das Wildeste an der ganzen Sache ist?

00:11:51: Dieses Gefühl dich selbst zu mögen es nicht irgendwas was du dir noch besorgen musst!

00:11:58: Das liegt schon längst in dir drin.

00:12:01: da liegt nur ne Decke drauf.

00:12:03: alles was wir heute besprochen haben hilft im Grunde nur dabei diese Decke Stück für Stück wegzuziehen Und dass verändert nicht nur dich sondern auch alle um dich herum.

00:12:15: Also abschließend nochmal ganz kurz zusammengefasst, weret ihr bewusst wo dein Fokus hängt?

00:12:21: Hör auf dich zu vergleichen!

00:12:24: Geh rein in deine Stärken und sprich anständig mit dir selbst.

00:12:29: Wenn ihr die Folge was gegeben hat dann teilt sie gerne mit jemandem der das gerade brauchen könnte.

00:12:35: Vielleicht zieht es seine Kreise.

00:12:37: man weiß nie.

00:12:38: Auf jeden Fall danke dass du dir die Zeit genommen hast.

00:12:42: bis dahin Hör auf dein Herz, vertraue deine innere Stimme und vergiss nicht.

00:12:47: Die Antworten liegen in dir!

00:12:51: Unbox yourself and supercharge your life.

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