#102 Grenzen setzen, ohne kalt zu wirken – so funktioniert es wirklich
Shownotes
Du gibst ständig – für deine Familie, deinen Job, dein Umfeld – und fühlst dich am Ende des Tages trotzdem leer, unruhig und irgendwie nie genug? Dann steckst du vermutlich in einem Muster, das viele Frauen kennen: dem stillen Glauben, durch Geben endlich wertvoll zu werden.
Wir schauen hin, warum dieses Hamsterrad psychologisch nie aufgeht, warum Selbstliebe ganz klar kein Egoismus ist und wie du mit dem Sauerstoffmasken-Prinzip gesunde Grenzen setzen kannst, ohne dabei kalt oder undankbar zu wirken. Außerdem: Wie sich dein Alltag verändert, sobald aus „ich muss" ein ruhiges „ich darf wählen" wird – und warum gerade Mamas ihren Kindern Selbstwert nicht durch Worte, sondern durch Vorleben weitergeben.
Eine Folge für alle, die zu viel geben, zu selten Nein sagen und sich endlich selbst an den ersten Platz stellen wollen.
#Selbstliebe #GrenzenSetzen #NeinSagen #Selbstwert #PeoplePleasing #Selbstfürsorge #Persönlichkeitsentwicklung #Mindset #Supercharge YourLife
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00:00:00: Du gibst, gibst , gibst und fühlt sich am Ende trotzdem wie eine leergesaugte Capri-Sonne.
00:00:08: Was wenn diese ständige Ich mach noch schnell gar nicht aus Großzügigkeit kommt sondern aus der leisen Angst sonst nichts zu reichen?
00:00:34: Hallo und herzlich willkommen bei einer neuen Folge von unserem Supercharger Live Podcast!
00:00:40: Schön dass du da bist.
00:00:42: Also heute knüpfen wir uns mal ein Thema vor, das echt viele von uns kennen aber kaum jemand wirklich offen ausspricht.
00:00:51: Nämlich dieses leise dauerlaufende Hintergrundprogramm im Kopf, der ständig flüstert.
00:00:58: wenn ich nur noch das mache, noch das gebe, noch dass anbiete dann reicht es!
00:01:05: Dann bin ich endlich gut genug und ich finde, da müssen wir heute mal richtig ran Weil dieses Programm, ich sag's mal so... das wird in der Regel ja nicht laut.
00:01:16: Das schreit nicht!
00:01:18: Das ist eher ein gut getanter Co-Pilot, der die ganze Zeit unauffällig mitsteuert ohne dass wir das überhaupt mitkriegen.
00:01:27: Und genau darüber reden wir jetzt und zwar so, dass du danach nicht nur nix, sondern wirklich was mitnimmst, was du im Alltag auch direkt anwenden kannst.
00:01:39: So dann steigen wir auch gleich ein.
00:01:41: Bei sehr vielen von uns, und damit meine ich vor allem um Frauen weil das halt durchaus geschlechtsspezifisch verteilt ist gibt es da im Inneren so eine unausgesprochene Gleichung.
00:01:54: Die hat uns nie jemand bewusst beigebracht aber die sitzt trotzdem – und zwar tief!
00:02:01: Die geht ungefähr so... Und ich darf existieren, wenn ich gebraucht werde.
00:02:12: Klingt drastisch!
00:02:13: Ich weiß.
00:02:15: Ist aber bei ziemlich vielen Menschen genauso verdratet.
00:02:19: und das Tückische daran ist du merkst es überhaupt nicht so lange du brav im Funktionsmodus läufst.
00:02:26: Das Ding fällt dir nämlich erst auf Wenn du abends aufs Sofa fällst eigentlich gar nichts wirklich Schlimmes passiert is und Du dich trotzdem fühlts wie ein leergesaugter Saftpack.
00:02:40: Und wie zeigt sich das jetzt konkret im Alltag?
00:02:43: Naja, das berüchtigte Hamsterrad ist dann nur die Spitze vom Eisberg.
00:02:49: Das eigentlich heimtürkische ist nämlich – und jetzt pass mal auf!
00:02:53: Wir sagen ja nicht nur Ja wenn wir innerlich längst Nein meinen.
00:02:57: Wir legen sogar oft noch einen drauf.
00:03:00: Da fragt jemand «Du kannst du noch was zum Elternabend mitbringen» und wir antworten irgendwie auf Autopilot mit «Klar».
00:03:08: Ich back was selbst gemachtes.
00:03:11: Obwohl wir an dem Tag schon zwölf Stunden auf den Beinen waren, das Auto noch durch die Waschanlage muss und der innere Akku bei ungefähr minus drei steht.
00:03:21: Spoiler!
00:03:22: Wir machen es nicht aus reiner Herzensgüte sondern weil im Hintergrund leise dieser Gedanke summt.
00:03:30: wenn ich noch dass oben drauf packe dann reicht es vielleicht endlich.
00:03:35: Und genau hier sitzt der Knackpunkt den ich heute richtig fett markieren möchte.
00:03:41: Du gibst nicht, weil du so unendlich viel zu verschenken hast!
00:03:45: Du gibbst, weil tu hoffs dadurch endlich irgendwo anzukommen Bei dir selbst, bei deinem Wert, bei diesem leisen Gefühl von okay passt jetzt.
00:03:57: Nur funktioniert dieser Rechenweg leider nie Weil sich endlich genug sein eben nicht von außen herstellen lässt.
00:04:05: Je mehr du gibst desto leerer wirst du.
00:04:09: Und desto lauter wird der Gedanke, vielleicht muss ich nur noch ein bisschen mehr und zack läuft das Rad munter weiter!
00:04:19: So jetzt fragst Du Dich vielleicht zurecht?
00:04:22: Okay das musster kapier' ich.
00:04:23: aber wie komme ich aus diesem Rat eigentlich raus?
00:04:27: Genau hier kommen wir zu dem mentalen Umbau der bei den meisten Menschen der entscheidende Wendepunkt ist Nämlich der Moment, in dem dieser eine Satz im Kopf wirklich fällt.
00:04:39: Selbstliebe ist kein Egoismus.
00:04:44: Klingt erstmal wie so ein Instagram-Sproch – schon klar!
00:04:48: Aber dieser Satz hat es psychologisch echt in sich.
00:04:52: Weil das was uns daran hindert gut für uns zu sorgen ja meistens gar nicht Faulheit oder Bequemlichkeit ist sondern dieser tief eingebrannte Glaubenssatz.
00:05:02: Es wäre irgendwie egoistisch dass wir damit selbstverliebt rüberkommen, kalt oder schlimmer noch undankbar.
00:05:11: Und dieser Mythos besitzt drin wie ein gewachsene Nägel.
00:05:18: Denk mal ganz kurz an die Sache mit der Sauerstoffmaske im Flieger!
00:05:22: Die Stüder des sagt ihr ja nicht so nebenbei wenn die Maske runter fällt schauen sie bitte zuerst ob ihre Sitznachbarin gut versorgt ist sondern die sagt eigentlich sehr klar zu erst du Dann die anderen.
00:05:37: Und niemand auf dieser Welt würde behaupten, das wäre egoistisch.
00:05:42: im Gegenteil dass es schlichtweg der einzige Weg wie überhaupt jemand heil aus den Nummer rauskommt.
00:05:48: Im Alltag funktioniert das übrigens H genau gleich nur dass es uns halt keiner durchsagt.
00:05:56: und das zweite große Umdenken das hier unbedingt mit reingehört ist die Sache mit den Grenzen.
00:06:02: Grenzen werden ja oft so gedacht als wären sie Mauern Zickigkeit oder so eine Art Liebesentzug an die Welt.
00:06:11: Sind sie aber überhaupt nicht?
00:06:13: Eine Grenze ist im Grunde ein liebevoller Wegbegleiter!
00:06:17: Sie sagt nicht, ich mag dich nicht sondern eher Ich pass auf das auf was sich brauche damit ich überhaupt noch für Dich da sein kann.
00:06:27: und in dem Moment indem Du das innerlich wirklich verstehst kippt etwas grundsätzliches in Dir aus Ich muss wird auf einmal ganz unaufgeregt, ich darf wählen.
00:06:41: Und das ist kein kleiner Unterschied!
00:06:43: Das ist quasi ein komplett anderes Betriebssystem im Kopf und dieses neue Betriebsystem zeigt sich dann irgendwann auch ganz konkret im Alltag.
00:06:55: Und zwar nicht auf diese spektakuläre Art wie man es vielleicht erwartet also nicht so dass du plötzlich mit erhobenen Zeigefingern durch die Welt läufst und allen erklär's, was jetzt Sache ist.
00:07:07: Sondern tatsächlich viel leiser, viel selbstverständlicher!
00:07:13: Das bewusste Nein zum Beispiel – das ist auf einmal kein großer Akt der Rebellion mehr bei dem du innerlich Schweißausbrüche kriegst und dir drei Tage vorher schon einen Roman an Begründungen zurecht legst.
00:07:27: Es ist plötzlich einfach ein Satz «Heute backe ich keinen Kuchen».
00:07:31: Punkt.
00:07:32: Ohne Bipack-Zettel Nein, die sind Termine nämlich nicht noch zwischen halb drei und halb vier rein.
00:07:40: Und zwar wird dazwischen ja eben nichts liegt außer ein Fenster in dem du atmen darfst.
00:07:48: Apropos Atmen das bringt uns gleich zum nächsten Punkt der bei vielen Frauen total unterschätzt wird.
00:07:55: Nämlich dass Pausen keine Belohnungen sind, die du dir vorher mit irgendwelchen abgehackten To-Do Punkten zusammensparen musst!
00:08:04: sondern dass die schlichtweg die Grundvoraussetzung dafür sind, das du überhaupt funktionierst.
00:08:10: Zehn Minuten zwischen zwei Terminen sind kein Wellness-Urlaub!
00:08:15: Das ist quasi Körperpflege auf mentaler Ebene.
00:08:19: Klar klingt unsexy – es aber tatsächlich so.
00:08:24: Und dann kommt vielleicht der schönste Nebeneffekt von allen gerade für die Mamas, die hier zuhören Du musst deinen Kindern nichts predigen Du musst nicht in der Küche stehen und referatsmäßig erklären, wie wichtig Selbstwert und Grenzen sind.
00:08:42: Wenn deine Tochter sieht, wie du Nein sagst – und dabei weder zusammenbrichts noch dich zwei Stunden lang dafür entschuldigst?
00:08:51: Dann lernt die in fünf Sekunden mehr als durch hundert bunte Affirmationskärtchen vom Drogeriemarkt!
00:09:00: Vorleben schlägt Predigen ohnehin
00:09:02: immer.".
00:09:04: Und der eigentliche Kern, den ich dir wirklich gerne mitgeben möchte ist Folgendes.
00:09:09: Durch Selbstliebe verlierst du niemanden, der für dich gedacht ist!
00:09:13: Du gewinnst dich selbst zurück und mit dir kommen dann ganz automatisch deine Energie, deine Klarheit und Überraschung auch eine viel ehrlichere, viel gesündere Form vom Geben.
00:09:30: Wenn du also heute eine einzige Sache aus dieser Folge mitnimmst, dann gerne die.
00:09:36: Such dir in den nächsten Tagen genau eine Situation raus, in der dieses Ja klar mach ich!
00:09:43: Sonst automatisch rausrutschen würde und halt da kurz an frag dich einen Wimpernschlag lang.
00:09:51: will ich das jetzt gerade wirklich oder will ich einfach nur gemocht werden?
00:09:57: Dieser winzige Minimument ist der eigentliche Anfang von allem.
00:10:04: Danke, dass du dir die Zeit genommen hast!
00:10:07: Bis dahin, hör auf dein Herz, vertraue auf deine innere Stimme und vergiss nicht – Die Antworten liegen in dir.
00:10:17: Unbox yourself and supercharge your life.
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