#106 Warum verdrängte Gefühle nicht verschwinden – sondern warten
Shownotes
Verdrängte Gefühle verschwinden nicht – sie warten. Und irgendwann melden sie sich zurück, über Verspannungen, schlechten Schlaf, innere Unruhe oder diese diffuse Antriebslosigkeit, die scheinbar aus dem Nichts kommt. In dieser Folge geht es darum, warum wir schon als Kinder gelernt haben, unangenehme Emotionen wegzudrücken, was dieses ständige Unterdrücken mit Körper und Psyche macht und welche zwei Hürden uns davon abhalten, endlich anders damit umzugehen. Du bekommst psychologisch fundierte Impulse, wie du deinen Gefühlen wieder Raum gibst, ohne dich darin zu verlieren – locker erzählt, ehrlich und ohne erhobenen Zeigefinger.
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00:00:00: Du hast über Jahre gelernt, deine Gefühle wegzudrücken und wunderst dich.
00:00:04: Warum dein Nacken verspannt?
00:00:07: Denn Schlafmies und deine Energie einfach weg ist!
00:00:11: Was du da unter den Teppich kehrst verschwindet nämlich nicht – es wartet nur.
00:00:31: Hallo und herzlich willkommen bei einer neuen Folge von unserem Super-Charge Live Podcast.
00:00:37: Schön dass du da bist.
00:00:39: Heute wird's ein bisschen unbequem das sag ich gleich mal vorweg Aber auf die gute Art.
00:00:44: Es geht nämlich um die Gefühle, die wir alle irgendwie mit uns rumschleppen – ohne sie jemals wirklich anzuschauen!
00:00:52: Diese Dinge, die mir so elegant unter den Teppich kehren, dass wir selber irgendwann vergessen das da überhaupt was liegt... Und weißt du, das Verrückte ist ja… Dass wir das echt gut können.
00:01:04: Manche von uns sind quasi Profi-Sportler im Verdrängen.
00:01:08: Olympia reif.
00:01:09: Da passiert irgendwas Verletzendes Irgendeine Kränkung, ein Satz der sitzt und zack weg damit runter damit Deckel drauf weitermachen.
00:01:20: Und das ist halt kein Zufall und auch kein Charakterfehler sondern wir haben es ihm gelernt ziemlich früh sogar.
00:01:27: Die meisten von uns haben als Kinder ganz subtil mitbekommen dass bestimmte Gefühle nicht so richtig erwünscht sind vor allem die unangenehmen.
00:01:37: So nach dem Motto sei doch nicht traurig stelle ich nicht so an.
00:01:41: Jetzt ärger dich mal nicht so.
00:01:43: Und ein Kind, das ist ja nicht dumm!
00:01:45: Ein Kind rechnet ziemlich schnell aus, aha wenn ich brav lächle dann ist die Stimmung zu Hause besser.
00:01:53: Wenn ich nicht weine, dann falle ich keinem zur Last.
00:01:56: also lerne ich mich zusammenzureißen und dieses Zusammenreißen, dass nehmen wir dann eben mit ins Erwachsenenleben.
00:02:06: jetzt könnte man ja sagen na und?
00:02:08: Ist doch praktisch denn fühl' ich halt nichts und gut isst.
00:02:12: Und genau da fängt das Problem an, denn so funktioniert es eben nicht.
00:02:16: Ein Gefühl, dass du wegdrückst ist nicht weg – es ist nur woanders!
00:02:22: Stell dir das mal vor wie ein Luftballon, den du unter Wasser drückst.
00:02:26: Solange du drauf hältst, ist Ruhe klar.
00:02:30: Aber der Ballon will nach oben, der will daraus und in der Sekunde, wo du loslässt oder auch kurz nicht aufpasst schießt das Ding dir mitten ins Gesicht.
00:02:40: und genauso ist das mit verdrängter Wut, mit nicht geweinten Tränen.
00:02:46: Mit dieser ganzen aufgestauten Ladung die irgendwo in uns rumliegt – die ist nicht verschwunden!
00:02:53: Die wartet eigentlich nur... Und das kostet….
00:02:57: Das kostet richtig Energie!
00:03:00: Du sitzt da quasi den ganzen Tag und hälst unbewusst einen Deckel auf einem Topf der eigentlich kochen will und wunders dich am Abend warum du so platt bist.
00:03:11: Na ja, kein Wunder.
00:03:13: Und auf Dauer macht uns dieses Festheiten eben nicht nur müde sondern es geht uns auch an die Substanz.
00:03:20: Der Körper ist dann nämlich ehrlicher als wir selber der spielt dieses Verdrängungspiel irgendwann nicht mehr mit und meldet sich.
00:03:28: Mai sind das Verspannungen im Nacken Die einfach nicht weggehen.
00:03:32: egal wie oft du beim Physio warst Mal ist es der Magen der sich zusammenzieht.
00:03:38: Mai sind Schlafprobleme mal so eine diffuse Antriebslosigkeit, wo du gar nichts sagen kannst.
00:03:44: Woher die kommt?
00:03:46: Der Körper sucht Sicherheit ein Ventil wenn die Seele keins bekommt.
00:03:52: und ich will hier jetzt nicht den Eindruck erwecken dass jeder Kopfschmerz von verdrinkter Wut kommt!
00:03:57: So einfach ist es natürlich nicht.
00:03:59: aber das da einen Zusammenhang besteht zwischen dem was sie emotional wegsperren und dem was sich körperlich bemerkbar macht Das ist mittlerweile ziemlich gut verstanden.
00:04:13: Und jetzt kommt der Teil, wo es spannend wird – bei den meisten an dieser Stelle nämlich sagen, ja gut, hast ihr recht?
00:04:21: Aber ich kann das halt nicht!
00:04:23: Und das ist auch total verständlich.
00:04:25: Da gibt's nämlich so zwei Hürden, an denen fast jeder hängen bleibt.
00:04:30: Die erste is die nackte Angst vor den eigenen Gefühlen.
00:04:34: Klingt erst mal komisch, ich weiß.
00:04:36: Angst vor was, dass ist doch nur ein
00:04:37: Gefühl.".
00:04:40: Aber genau das ist der Punkt.
00:04:41: Wir kennen diese Gefühle ja gar nicht richtig, weil wir sie nie zugelassen haben und vor Dingen die wir nicht kennen, haben wir nun mal Respekt oder eben Angst.
00:04:52: Da entsteht im Kopf seine Vorstellung wenn ich diese Trauer jetzt wirklich raus lasse dann hört das nie wieder auf!
00:05:00: Dann zerbricht da was?
00:05:01: Dann komme ich denn nicht mehr raus.
00:05:04: Und das ist verständlich aber es stimmt eben nicht.
00:05:08: Ein Gefühl ist nämlich eher so wie ein Gast, der unangekündigt vor der Tür steht.
00:05:13: Wenn du ihn reinlässt, sich hinsetzen lässt, ihm einen Kaffee anbietest sozusagen – dann bleibt er ein bisschen, erzählt sein Ding und geht dann auch wieder!
00:05:24: Aber wenn du ihn draußen vor der Türe stehen lässt, dann klingelt der eben Sturm Tag und Nacht.
00:05:30: Der geht nicht weg nur weil du nicht
00:05:32: aufmachst.".
00:05:36: Die zweite Hürde ist fast noch banaler aber genau so real nämlich, dass viele schlicht keine Ahnung haben wie das überhaupt geht.
00:05:45: Gefühle leben!
00:05:47: Und es ist ja auch logisch, niemand hat uns das beigebracht.
00:05:50: in der Schule lernst du Kurvendiskussion und wann irgendeine Schlacht war aber wie Du mit einer Welle aus Wut umgehst ohne sie entweder runterzuschlucken oder jemandem an den Kopf zu werfen da stand halt nicht auf dem Lehrplan.
00:06:06: also stehen wir da als Erwachsene und Fühlen uns, ehrlich gesagt ein bisschen wie Analferbeten in unserer eigenen Gefühlswelt.
00:06:16: Und genau deswegen will ich dir ein paar Gedanken mitgeben, wie man da langsam wieder reinkommt!
00:06:21: Der erste – und vielleicht wichtigste Schritt ist eigentlich eine reine Entscheidung.
00:06:26: die Entscheidung eben nicht mehr automatisch wegzudrücken sondern mal hinzuschauen auch dahin wo es wehtut Auch zurück vielleicht sogar bis in die Kindheit, weil da eben oft der Ursprung liegt.
00:06:39: Das ist keine Sache von fünf Minuten!
00:06:42: Es ist eher so ein sich mit sich selbst anfreunden über die Zeit und ganz praktisch hilft es vielen total einfach zu reden – mit einem Menschen dem du vertraust oder eben mit jemandem, der das beruflich macht.
00:06:59: anderen hilft das Schreiben einfach mal alles rauslassen auf Papier ungefiltert in der Schublade verschwinden lassen.
00:07:07: Niemand liest das je.
00:07:09: Wieder andere kommen über den Körper rein, indem sie bei einem starken Gefühl mal kurz innehalten und schauen wo sitzt es eigentlich gerade – dieses enge Gefühl, dieses Kribbeln, diese Hitze!
00:07:24: Und manchmal reichte schon da einfach mal bewusst hinzuatmen statt sofort wieder die Flucht nach vorn anzutreten.
00:07:32: Was davon zu dir passt?
00:07:34: Das musst du selber rauswenden.
00:07:35: Da gibt's kein richtig oder
00:07:37: falsch.".
00:07:38: Es geht im Kern immer nur darum, der Energie endlich eine Tür aufzumachen durch die sie raus kann.
00:07:45: Weil alles was rein darf, kann nämlich auch wieder gehen und alles was du wegsperrst das bleibt.
00:07:54: Danke dass du dir die Zeit genommen hast.
00:07:57: bis dahin hör auf dein Herz vertrauf deine innere Stimme und vergiss nicht Die Antworten liegen in dir.
00:08:06: Unbox yourself and supercharge your life.
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