#109 Arbeite in Energie, nicht in Zeit – der Shift, der alles verändert
Shownotes
Produktiv sein ohne auszubrennen – warum mehr schaffen nicht die Lösung ist
In dieser Episode geht es um echte Produktivität ohne Selbstausbeutung: warum wir uns erschöpfen, wenn wir „die falsche Leiter“ hochklettern, was Motivation wirklich mit deinem Warum zu tun hat und wie du mit drei einfachen Prinzipien produktiver und gleichzeitig entspannter wirst. Es geht um das Arbeiten in Energiephasen statt in starren Stunden, um Pausen, bevor du sie brauchst, und um die Kunst, dich jeden Tag auf eine einzige echte Priorität zu fokussieren.
Für alle, die mehr bewegen wollen, ohne sich dabei selbst zu verlieren.
Themen der Folge: Produktivität, Burnout vermeiden, Fokus, Energiemanagement, Prokrastination, Motivation finden, Selbstführung, Work-Life-Balance, mentale Klarheit
#Produktivität #Burnout #Selbstführung #Persönlichkeitsentwicklung #Fokus #Motivation #Achtsamkeit #Superchargeyourlife
Transkript anzeigen
00:00:00: Du arbeitest wie ein Verrückter und fühlst dich am Abend trotzdem leer.
00:00:05: Vielleicht liegt es gar nicht daran, dass du zu wenig tust sondern daran das dir nie jemand gezeigt hat wie man Kraft wirklich effizient nutzt statt sie einfach nur zu verheizen.
00:00:35: Produktiver werden ohne sich dabei selbst zu verhetzen?
00:00:40: Naja... Das klingt im ersten Moment fast wie ein Widerspruch.
00:00:43: ich weiß so, als hätte jemand versucht Feuer und Wasser in dieselbe Flasche zu füllen.
00:00:50: Auf der einen Seite dieses Ziehen nach vorne mehr schaffen weiterkommen etwas Bewegen halt und auf der anderen Seite dieses leise Wissen dass man sich dabei auch selbst ruinieren kann.
00:01:03: die meisten Menschen also so ist mein Eindruck kippen früher oder später in genau eines dieser beiden Extreme.
00:01:12: Die ein die kommen gar nicht erst ins Rollen stehen quasi mit angezogene Handbremse am Straßenrad.
00:01:19: Die anderen, die geben Vollgas immer weiter bis irgendwann der Motor qualmt und sie sich unterwegs selbst verloren haben.
00:01:28: Aber bevor wir überhaupt über das Wie sprechen will ich noch einen kleinen Gedanken davor schieben der eigentlich alles trägt.
00:01:35: also so finde ich Stell dir Produktivität mal wie eine Leiter vor, die du an einer Wand lehnst.
00:01:43: Du kannst noch so flinkt nach oben klettern Sprosse für Sprosse, schneller als alle anderen.
00:01:49: Wenn die Leiter an der falschen Wand steht bringt dich das nur zügiger in einen Ort, an dem du eigentlich nie sein wolltest.
00:01:57: Das ist ehrlich gesagt das traurigste was passieren kann mit voller Kraft in die völlig verkehrte Richtung zu hin.
00:02:08: Es gibt ja dieses Wort erschöpft über dass ich neulich mal richtig gestolpert bin.
00:02:13: Wir benutzen es andauernd aber wenn man genauer hinhört, steckt da Schöpfen drin.
00:02:19: Per Schöpf sind wir eben dann wenn wir nicht mehr schöpfen aus dem was in uns liegt, aus dem das Herz eigentlich sagen möchte.
00:02:31: Du kannst acht Stunden an einem Ort sitzen der dich innerlich leer pumpt und bist danach fertiger als hättest du ein Marathon hinter dir!
00:02:40: Es ist selten die Zeit die uns auslaugt.
00:02:43: meistens ist es ja die Richtung in die es geht.
00:02:47: Und genau daran hängt auch dieses völlig überstrapazierte Wort Motivation, das viele wie einen Muskel behandeln, den man einfach anspannen müsste.
00:02:58: Motivations kommt aber vom Motiv von deinem Warum?
00:03:03: Vielleicht kennste du das von den ganz guten Vorsätzen die zum Jahreswechsel durch die Gegend schwören.
00:03:09: da haben plötzlich alle ein ganz glasklares Motiv halt einfach weg von dem was drückt Hin zu dem was lockt, weg von den Bauchschmerzen hin zu dem Gefühl endlich wieder in die eigene Haut zu passen.
00:03:26: Solange dieses Motiv brennt rennt man fast von allein.
00:03:31: Sobald es verschwimmt wird jeder Schritt aber zäh wie Kaugummi.
00:03:39: so jetzt aber zu dem das im Alltag tatsächlich etwas verschiebt.
00:03:46: Der erste Gedanke, der bei mir am meisten bewegt hat lautet Arbeite in Energie.
00:03:53: Nicht in Zeit.
00:03:55: Wir sind ja darauf getrimmt in Stunden zu denken Acht Stunden hier ein Meeting da Feierabend um sechs und so weiter.
00:04:04: Nur ist ein Mensch keine Kaffeemaschine die auf Knopfdruck immer dasselbe ausspuckt.
00:04:10: Es gibt einfach Zeitfenster am Tag indem du hell wach bist, klar kreativ einfach richtig da.
00:04:18: Und es gibt Fenster in denen sich dein Kopf anfühlt wie ein Browser mit vierzig offenen Taps!
00:04:26: Der Trick ist deine besten zwei drei Energiefasen zu kennen und sie für das aufzuheben was wirklich Substanz braucht um was dich wirklich antreibt und interessiert.
00:04:41: ich merke dass an mir selbst gerade extrem weil ich an einem größeren Projekt sitze, das jede Menge Kopf und Herz verlangt.
00:04:48: Ich könnte mir sagen von acht bis zwölf wird jetzt gearbeitet Basta!
00:04:53: Nur wird daraus dann eben keine Magie sondern ein Krampf.
00:04:58: also lege ich die Dinge, die meine volle Wachheit brauchen in meinen starken Phasen.
00:05:06: Bei mir ist es eher der Abend.
00:05:08: Ich war schon als Kind niemand der um sechs Uhr fröhlich aus dem Bett gesprungen wäre.
00:05:14: Den Kleinkram dagegen, die Mails und Sprachnachrichten, das ganze organisatorische Rund herum schiebe ich bewusst in die nicht so effizienten Zeitfenster.
00:05:26: Zum Beispiel in dieses kleine Loch nach dem Mittagessen wenn der Körper sowieso mit der Verdauung beschäftigt ist.
00:05:34: Das ist ein bisschen wie im Fitnessstudio da würdest du ja auch nicht mit den Fingerübungen anfangen und die schweren Gewichte für den Schluss aufsparen wenn eh nichts mehr geht.
00:05:45: Du greifst doch die Kraft ab, solange sie da ist.
00:05:50: Der zweite Gedanke schließt er fast nahtlos an – ist aber wenn ich ehrlich bin der den ich selbst am häufigsten vergesse und zwar mach Pausen bevor du sie brauchst!
00:06:04: Die meisten von uns gönnen sich nämlich erst dann eine, wenn der Akku schon bei einem Prozent am Blinken ist.
00:06:11: Das ist im Grunde schon zu spät In dem Moment Indem ich eine Pause brauche, bin ja bereits abhängig von ihr.
00:06:20: Und Abhängigkeit war noch nie ein guter Ratgeber.
00:06:23: Eine Pause ist kein Notausgang sondern eher einen Boxenstopp den man vorher einplant damit einem auf der geraden nicht die Reifen platzen.
00:06:35: An dieser Stelle noch ein kleiner Zusatz weil das gern verwechselt wird.
00:06:40: Handy rausholen und scrolln ist keine Pause Das ist nur ein Reizwechse.
00:06:45: Dein Kopf tauscht die eine Überflutung gegen die nächste.
00:06:50: Echte Erholung ist meistens körperlich.
00:06:54: Aufstehen, strecken ans Fenster kurz raus an die Luft und sowas meine ich meinet wegen fünf Kniebeugen oder ein Hampelmann wenn dich gerade keiner sieht.
00:07:06: Unser Körper ist schlicht nicht dafür gebaut den halben Tag zusammen gefaltet auf einem Stuhl zu verbringen.
00:07:13: Mir ist das neulich unterwegs so richtig aufgefallen dieser Absurde Rhythmus aus Liegen, Sitzen sitzen sitzen liegen.
00:07:22: Irgendwann habe ich Telefonate einfach im Genen erledigt und den Laptop einfach im Stehen auf eine Theke gestellt.
00:07:29: Ich weiß das klingt banal verändert aber erstaunlich viel.
00:07:34: Pausen sind kein Zeichen von Schwäche ganz im Gegenteil Sie sind so ein bisschen dass ja das heimliche Upgrade für alles was danach noch kommt.
00:07:46: Der dritte Gedanke Der ist vielleicht der Unbequemste, weil er einfach weniger fordert und mehr weglässt.
00:07:56: Jeden Tag nur eine echte Priorität – nicht fünf, nicht sieben…eine!
00:08:03: Eine Einzige!
00:08:06: Manchmal sehe ich To-Do-Listen von Leuten mit denen man drei Wochen füllen könnte und am Abend fühlt sich trotzdem alles unfertig an.
00:08:16: Produktiv sein heißt eben nicht möglichst viel wegzuschaufeln sondern das Richtige zu tun, wenn du dir also morgens nur eine einzige Frage stellst.
00:08:29: Wenn ich heute genau eine Sache hinbekomme – welche wäre das dann?
00:08:35: Und dann auch wirklich damit anfängst trägt dich diese eine erledigte Sache erstaunlich weit und der Rest fühlt sich plötzlich leicht an einfach weil der Druck von deinen Schultern rutscht Wobei so eine Priorität übrigens nicht immer nach Arbeit aussehen muss.
00:08:56: Manchmal ist die wichtigste Sache des Tages zum Beispiel ein Gespräch, dass man seit Wochen vor sich her schiebt, weil man die Konfrontation scheut.
00:09:06: Das einmal aus der Welt zu räumen kann mehr innere Freiheit bringen als jede abgehagte Liste glaubt mir.
00:09:14: und wenn wir schon dabei sind neben einer To-do-Liste lohnt es sich oft fast mehr eine Not-to-do Liste.
00:09:24: Einfach zu wissen, was du ganz bewusst sein lässt ist am Ende manchmal wertvoller als noch ein Punkt mehr die nur dir aufhaltsst.
00:09:34: Im Grunde geht das weniger um die Frage Was Du alles tun willst sondern eher darum wer du dabei sein möchtest oder?
00:09:43: Wenn ich das alles jetzt mal nebeneinander lege Dann geht es im Kernjahr gar nicht darum immer noch ein Stück mehr aus sich raus zu pressen, sondern es geht darum mit dem zu arbeiten was ohnehin schon in einem steckt.
00:09:58: Die eigene Energie ernst nehmen, sich Ruhe gönnen bevor der Tank leer ist und den Mut haben an einem Tag wirklich nur das eine Wesentliche anzugehen!
00:10:12: Und das alles ist nun wirklich keine Formel, die man ausrechnen kann wie irgendein Dreieck aus dem Matheunterricht.
00:10:18: Es ist eher ein Gespür dass sich ganz langsam einstellt sobald man aufhört sich selbst für eine Maschine zu behandeln.
00:10:27: Am Ende profitiert davon nicht bloß dein Kalender sondern auch die Menschen um dich herum weil jemand der nicht permanent auf Reserve läuft einfach besser drauf ist und mehr zu geben hat.
00:10:42: Bleib also freundlich mit dir.
00:10:43: Du musst nicht schneller die falsche Leiter hochklettern, du darfst einfach mal kurz innehalten und schauen ob sie überhaupt an der richtigen Wand lehnt.
00:10:53: Das alleine ist manchmal schon der produktivste Moment des ganzen Tages.
00:11:00: Bist dahin Hör auf dein Herz Vertrau auf deine innere Stimme Und vergiss nicht Die Antworten liegen in dir.
00:11:09: Unbox yourself und supercharge your life.
Neuer Kommentar