#112 Schluss mit der Wiederholungsschleife: So erkennst Du Dein altes Drehbuch

Shownotes

Du sagst „nie wieder" – und landest doch wieder im selben Drama? In dieser Folge erfährst du, warum wir immer wieder dieselben Muster wiederholen: in Beziehungen, im Job, im ganzen Leben. Du lernst die vier psychologischen Ursachen kennen, die dahinterstecken – vom Nervensystem, das Vertrautheit mit Sicherheit verwechselt, über den unbewussten Wiederholungszwang und alte Glaubenssätze bis hin zu Bindungsmustern aus der Kindheit.

Außerdem bekommst du einen einfachen, aber wirkungsvollen Perspektivwechsel an die Hand, mit dem du alte Verhaltensmuster im Alltag erkennst, bevor sie wieder das Steuer übernehmen – und Schritt für Schritt aus der Dramaschleife aussteigst.

Diese Folge ist für dich, wenn du immer wieder ähnliche Partner anziehst, dich in Jobs verausgabst oder das Gefühl hast, im Kreis zu laufen – und endlich verstehen willst, warum.

🎧 Jetzt reinhören und das alte Drehbuch umschreiben.
Unbox yourself and supercharge your life.

#Persönlichkeitsentwicklung #Verhaltensmuster #Glaubenssätze #InneresKind #Bindungsmuster #Selbstreflexion #Podcast #SuperchargeYourLife

Transkript anzeigen

00:00:00: Du hast geschworen, nie wieder.

00:00:04: Und trotzdem sitzt du wieder mittendrin – neuer Name, neues Gesicht der selbe Schmerz!

00:00:12: Das ist kein Pech, das ist ein Programm in dir, dass heimlich immer wieder dieselbe Geschichte bucht bis du es enttarnst.

00:00:36: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von unserem Supercharger Live Podcast.

00:00:42: Schön, dass du da bist.

00:00:45: Nie wieder!

00:00:46: Kennst du diesen Satz?

00:00:48: Ich glaube jeder von uns hat ihn schon mal gesagt.

00:00:51: Meistens ziemlich laut.

00:00:53: Ziemlich entschlossen.

00:00:55: Gerne auch mit gebeiter Faust.

00:00:58: Nie widerlasse ich mich so behandeln.

00:01:00: Nie widder opfere ich mich für einen Job auf... der mich auffrisst.

00:01:05: Nie wieder lande ich bei jemandem, bei dem ich nur die zweite Geige spiele.

00:01:10: Klingt kraftvoll fühlt sich auch kraftvoll an.

00:01:15: Aber jetzt kommt der unbequeme Teil!

00:01:17: Ein paar Monate später sitzen wir wieder mitten drin, neue Kulisse, neue Namen das selbe Stück – als hätte das Leben einen ziemlich schrägen Humor.

00:01:30: Genau darum geht es heute.

00:01:32: Warum wir immer wieder in die selben Muster rutschen, obwohl wir es doch besser wissen?

00:01:38: Warum unser Kopf nie wieder sagt Während irgendwas in uns offenbar schon die nächste Wiederholung bucht.

00:01:46: Ich verspreche dir, wenn du bis zum Ende dran bleibst wirst Du diese Schleifen mit anderen Augen sehen!

00:01:54: Fangen wir mit einer Beobachtung an, die im Grunde alles erklärt aber selten ausgesprochen wird.

00:02:01: Dein Nervensystem interessiert sich nicht dafür was gut für Dich ist.

00:02:07: Es interessiert dich dafür was vertraut isst.

00:02:10: Das sind zwei völlig verschiedene Kategorien, die wir ständig verwechseln.

00:02:16: Vertraut heißt, kenne ich habe ich überlebt kann nicht einschätzen.

00:02:21: gut heißt tut mir tatsächlich wohl.

00:02:25: wenn du als kind gelernt hast dass Nähe mit Anspannung verbunden ist Mit Anpassungen mit dem ständigen Lesen der Stimmung im Raum dann hat dein System das Nicht-als-Problem abgespeichert sondern als Normalzustand.

00:02:42: Als Betriebssystem sozusagen.

00:02:45: Später im Leben triffst du da niemanden, bei dem alles ruhig klar verlässlich ist aber irgendwas in dir meldet sich mit.

00:02:53: Hm, komisch!

00:02:54: Da fehlt was?

00:02:56: Da fehlt aber nichts.

00:02:57: Da fehlt nur das Drama dass du für zu Hause hältst.

00:03:01: Vertrautheit schlägt Gesundheit so bitter das klingt.

00:03:06: Dein inneres Alarmsystem hat schlicht andere Prioritäten als dein Glück, nämlich dein Überleben.

00:03:14: Was einmal überlebt wurde geht als sicher – selbst wenn es wehtat!

00:03:21: Der zweite Mechanismus ist fast noch verrückter weil er so absurd menschlich isst.

00:03:27: Wir wiederholen schmerzhafte Situationen nicht trotz des Schmerzes sondern gewissermaßen seine Wegen.

00:03:37: In der Psychologie nennt man das Wiederholungszwang, aber lass uns das mal ohne Lehrbuchton anschauen.

00:03:44: Kennst du das?

00:03:45: Wenn du einen Film dessen Ende dich völlig fertig gemacht hat trotzdem nochmal

00:03:50: schaust?!

00:03:51: Nicht weil du dich gerne quetschst sondern weil ein leiser ziemlich unlogischer Teil in dir hofft dass es diesmal anders ausgeht!

00:04:00: Rational totaler Quatsch klar Emotional, aber vollkommen folgerichtig.

00:04:08: Dengenau so arbeitet dann Unterbewusstsein mit alten Verletzungen.

00:04:13: Es sucht sich Situationen die der alten Wunde zum Verwechseln ähnlich sehen In der Hoffnung dieses einem mal ein anderes Ende zu bekommen.

00:04:23: Die selbe Bühne das selbe Drehbuch nur bitte diesmal mit Happy End.

00:04:30: Deshalb fühlt sich der Emotional nicht verfügbare Mensch so magnetisch an.

00:04:36: Deshalb zieht dich der Job an, indem du dich mal wieder beweisen musst!

00:04:40: Nicht weil du dumm wärst sondern weil ein Teil von dir dort etwas zu Ende bringen will das vor langer Zeit offen geblieben ist.

00:04:49: Das tragische daran solange du die alte Szene nachspätzt bekommst in aller Regel auch das alte Ende Die Wunderheit nicht dadurch, dass man sie in neuer Besetzung wieder aufreist.

00:05:04: Dazu kommt ein dritter Punkt der oft übersehen wird weil er so unspektakulär daherkommt Du triffst deine Entscheidungen nicht nach deinen Wünschen sondern nach deinem Selbstbild.

00:05:16: Das läuft komplett unter dem Radar.

00:05:19: Wenn tief in dir einen Satz sitzt wie Ich muss kämpfen und gemocht zu werden oder ich bin eben nicht die erste Wahl Dann wählst du ohne es zu merken immer wieder genau die Menschen, Jobs, Situationen aus, die diesen Satz bestätigen.

00:05:39: Nicht weil du masochistisch veranlagd wärst, sondern weil unser Gehirn Bestätigung liebt – sogar die Schmerzhafte!

00:05:47: Recht zu behalten führt sich für unser System stabiler an als glücklich zu sein — so absurd das ist.

00:05:55: Von außen sieht das dann aus wie Pech.

00:05:58: Schon wieder so ein Chef, schon wieder so einen Partner.

00:06:02: Schon wieder dieselbe Enttäuschung!

00:06:06: Naja nur ist das eben kein Pech sondern ein ziemlich präziser Auswahlprozess den ein Eiterglaubenssatz im Hintergrund steuert.

00:06:15: Das Leben liefert dir erstaunlich zuverlässig das wovon du innerlich überzeugt bist es zu verdienen Nicht als kosmische Strafe sondern schlicht weil du bei jeder Weggabelung unbewusst in die vertraute Richtung abwägst.

00:06:34: Bleib noch an.

00:06:35: vierter Baustein, vielleicht der Prägenste von allen!

00:06:39: Unsere frühen Bindungserfahrungen Wie deine ersten Bezugspersonen mit dir umgegangen sind hat so etwas wie eine Blaupause hinterlassen nach der du heute noch Nähe regulierst.

00:06:52: War die Zuneigung damals unberechenbar?

00:06:56: Mal da mal weg?

00:06:58: Dann bleibst du heute womöglich in Verbindungen, die dir nicht gut tun.

00:07:02: Einfach weil das nervöse Hoffen für dich normale ist!

00:07:06: Wer früh verlassen oder emotional übersehen wurde, neigt später zur Selbstaufgabe – bloß niemanden verärgern, bloß jemanden verliern.

00:07:18: Wer gelernt hat nur dann sicher zu sein wenn alle Erwartungen erfüllt sind, stellt die eigenen Bedürfnisse heute noch ganz hinten an So routiniert, dass es gar nicht mehr aufwählt.

00:07:32: Das sind keine Charakterschwächen!

00:07:34: Das sind Schutzstrategien eines Kindes die schlicht nie gekündigt wurden.

00:07:40: Sie laufen automatisiert ab wie ein altes Programm das sich bei jedem Systemstart mit lädt.

00:07:48: Wenn man es freundlich formulieren will Jedes wiederholte Muster ist im Grunde ein Ruf nach etwas sondern ein unerledigtes Anliegen.

00:08:03: So und jetzt?

00:08:05: Erkenntnis ist ein guter Anfang, aber ehrlich gesagt hat erkenntnis allein noch gar nichts!

00:08:12: Man kann seine Muster messerscharf analysieren und trotzdem am Freitagabend wieder auf die Nachricht von genau der Person antworten, von der man weiß dass sie einem nicht gut tut.

00:08:26: Was tatsächlich etwas verändert, ist ein Wechsel der Frage die du dir bei Entscheidungen stellst.

00:08:33: Die meisten von uns fragen sich, fühlt sich das gut an?

00:08:37: Klingt vernünftig, ist aber tückisch!

00:08:41: Denn das alte Muster tanzt sich hervorragend als gutes Gefühl – dieses vertraute Kribbeln, dieses «das kenne ich, da gehöre ich hin», dass es oft kein Kompass sondern ein Echo Spannender ist eine andere Frage.

00:08:57: Wiederhole ich hier gerade etwas Eides?

00:09:01: Fühle ich mich gedrängt, mich zu beweisen jemanden zu retten, eine Erwartung zu erfüllen?

00:09:07: Will ein Teil von mir gerade einem eiten Schmerz beweisen das er unrecht hatte?

00:09:13: Das ist eine völlig andere Perspektive!

00:09:16: Aus dem Bauchgefühlmodus in den Mustercheck-Modus wenn du so willst.

00:09:23: Interessant wird es besonders in dem Moment, indem sich etwas Neues falsch anfühlt.

00:09:28: Da lohnt sich ein zweiter Blick!

00:09:31: Fühlt sich das gerade falsch an weil es wirklich falsch ist oder nur weil der Vertraute Stress wählt?

00:09:38: Weil da niemand isst um den ich kämpfen muss, bei zur Abwechslung mal keine Alarmglocke schrägt.

00:09:44: Uhe kann sich für einen Nervensystem was auf Drama trainiert wurde tatsächlich erstmal an wie Langeweile anfühlen Manchmal sogar wie Bedrohung.

00:09:55: Das legt sich aber am Anfang ist es irritierend, ungefähr so, wie wenn man nach Jahren an einer Hauptstraße plötzlich aufs Land sieht und nachts nicht schlafen kann weil das zu leise ist.

00:10:08: Die Stille ist nicht das Problem sie ist nur ungewohnt!

00:10:13: Vielleicht ist das der Gedanke den ich dir heute am liebsten mitgeben möchte?

00:10:18: Wenn du dich in diesen Schleifen wiedererkannt hast dann ist das kein Grund streng mit dir zu sein.

00:10:24: Diese Muster waren mal kluge Lösungen!

00:10:27: Sie haben ein Kind durch schwierige Zeiten gebracht, dass keiner anderen Werkzeuge hatte.

00:10:34: Dafür darf man ihnen sogar ein bisschen dankbar sein, bevor man sie in den wohlverdienten Ruhestand schickt.

00:10:41: Du bist nicht dein Muster – du bist derjenige, der es bemerken kann und genau in diesem Bemerkung liegt die eigentliche

00:10:50: Freiheit.".

00:10:52: Jedes Mal, wenn du an einer dieser unscheinbaren Weggabelungen kurz innehältst und dich fragst ob hier gerade dein Wille entscheidet oder dein altes Schutzprogramm schreibst du ein kleines Stück Drehbuch um.

00:11:08: Nicht spektakulär nicht über Nacht eher wie ein Fluss der sich langsam ein neues Bett gräbt.

00:11:15: Aber irgendwann merkst Du das.

00:11:17: die alte Szene zwar noch im Archiv liegt Du aber nicht mehr automatisch mitspielst.

00:11:23: Das Drama darf dann gerne weiterlaufen, nur eben ohne dich in der Hauptronne!

00:11:31: Bis dahin hör auf dein Herz, vertraue auf deine innere Stimme und vergiss nicht die Antworten liegen in dir.

00:11:40: Unbox yourself and supercharge your life.

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