#77 Wie Du aufhörst, Dich durch fremde Augen zu sehen
Shownotes
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00:00:00: Weißt du, wann du wirklich frei bist?
00:00:03: Wenn dir egal ist, wer über dich redet und du trotzdem aufrecht stehst.
00:00:09: Denn wer sich selbst kennt, braucht keine Zustimmung von außen.
00:00:28: Hallo und herzlich willkommen bei einer neuen Folge von unserem Supercharter Life Podcast.
00:00:34: Schön, dass du wieder mit dabei bist.
00:00:37: Weißt du, manchmal ist es echt verrückt, wie sehr wir uns davon beeinflussen lassen, was andere Menschen da draußen über uns denken könnten.
00:00:47: Und ich sage an der Stelle ganz bewusst könnten, weil vieles davon überhaupt gar nicht echt ist.
00:00:54: Es spielt sich einfach nur in unserem Kopf ab.
00:00:57: Wir interpretieren, wir mutmaßen, wir nehmen Blicke oder Worte auseinander und machen daraus ganze Geschichten, die echt spektakulär sein können.
00:01:08: Und... Plötzlich drehen sich unsere Gedanken nur noch darum, wie wir wohl rüberkommen.
00:01:15: Oder ob wir etwas Falsches gesagt haben.
00:01:19: Oder ob jemand uns vielleicht seltsam findet.
00:01:24: Wenn man das Ganze mal beobachtet, merkt man ziemlich schnell, wie anstrengend das eigentlich ist.
00:01:30: Es raubt Energie, Lebensfreude und ja, einfach die Leichtigkeit von einem.
00:01:38: Und trotzdem ist dieses Bedürfnis gemocht zu werden, so tief in uns verankert, dass wir es kaum merken.
00:01:46: Es steckt schon seit unserer Kindheit in uns.
00:01:50: Damals, als wir gelernt haben, dass Zuwendung und Akzeptanz überlebenswichtig sind.
00:01:57: Und klar, heute sind wir erwachsen, aber der alte Mechanismus, der läuft immer noch.
00:02:02: Wir passen uns an, wir wollen gefallen und wir wollen dazugehören.
00:02:07: Ich finde ja, dass Spannende daran ist, dass diese Dynamik auf den ersten Blick so harmlos wirkt.
00:02:15: Man denkt, es ist doch ganz normal, dass einem die Meinung anderer nicht egal ist.
00:02:21: Aber wenn man mal genauer hinschaut, merkt man, wie stark sie unser Verhalten lenkt.
00:02:28: Wir verändern uns, manchmal fast unbemerkt.
00:02:32: Wir sagen ja, wo wir nein meinen.
00:02:34: Wir lächeln, obwohl uns gar nicht danach ist.
00:02:37: Und wir halten den Atem an, um bloß nicht aufzufallen oder anzuecken.
00:02:42: Und all das, ja, all das nur weil irgendwo in uns diese kleine Stimme flüstert, was wenn sie mich nicht mögen.
00:02:55: Also ich habe irgendwann angefangen mich zu fragen, wie viel von dem was ich tue wirklich aus mir selbst kommt und wie viel nur eine Reaktion auf das ist, was andere vielleicht denken können.
00:03:09: Das war kein angenehmer Gedanke, nein, überhaupt nicht, aber ein super wichtiger.
00:03:15: Denn wenn du anfängst, das zu hinterfragen, siehst du, wie oft du dich selbst zurückhältst.
00:03:23: Und genau da liegt ein ganz entscheidender Punkt.
00:03:27: Wenn wir ständig versuchen, das Bild, das andere von uns haben, zu kontrollieren, dann verlieren wir total den Kontakt zu unserem eigenen.
00:03:38: Also, wenn du merkst, dass dich die Meinung anderer stresst oder sogar blockiert, dann erinnere dich daran oder versuch dich daran zu erinnern, du bist nicht hier um jeden zu gefallen.
00:03:51: Menschen reden, Menschen urteilen und das werden sie auch weiterhin tun.
00:03:56: Aber du entscheidest, wie viel Raum du dem in deinem Kopf gibst.
00:04:02: Weißt du?
00:04:04: Dieses ganze Thema mit den Meinungen anderer, das hat viel tiefere Wurzeln, als es auf den ersten Blick erscheint.
00:04:12: Wir kommen ja nicht auf die Welt und denken plötzlich, oh, was werden die anderen über mich sagen?
00:04:18: So ist das ja nicht.
00:04:20: Das ist etwas, das sich langsam in uns einprägt.
00:04:24: Schon als Kinder lernen wir ja, dass wir dazugehören, wenn wir brav sind, wenn wir gelobt werden.
00:04:32: Wenn wir einfach das machen, was andere von uns erwarten.
00:04:35: Und irgendwie bleibt dieses Muster bestehen.
00:04:39: Nur, dass die Rollen wechseln.
00:04:42: Statt Mama und Papa sind es später Kollegen, Freunde, Partner oder sogar Fremde im Internet, deren Meinung auf einmal ein Riesengewicht bekommt.
00:04:53: Und das Verrückte ist, wir halten das für völlig normal.
00:04:57: Es fühlt sich so selbstverständlich an, dass wir und ständig vergleichen, bewerten und anpassen.
00:05:05: Dabei ist das eigentlich nichts anderes als eine alte Überlebensstrategie.
00:05:11: Früher, also ganz früher, war es ja auch tatsächlich lebensgefährlich ausgeschlossen zu werden.
00:05:18: Da war Zugehörigkeit gleich bedeutend mit Sicherheit.
00:05:22: Aber heute leben wir in einer ganz anderen Welt.
00:05:26: Aber unser Gehirn unterscheidet das nicht.
00:05:29: Es sendet dieselben Signale.
00:05:31: Wenn jemand mich ablehnt, bin ich in Gefahr.
00:05:34: Also tue ich alles, um das zu vermeiden.
00:05:38: Das Problem ist nur, dass wir uns damit selbst in eine Art Dauerstress versetzen.
00:05:44: Wir versuchen, in jedes Bild zu passen.
00:05:47: Wir achten auf jedes Wort.
00:05:50: Wir lesen zwischen den Zeilen und irgendwann wissen wir gar nicht mehr, wer wir eigentlich sind, wenn keiner zuschaut.
00:05:58: Es ist also als... ob wir ständig eine unsichtbare Kamera im Kopf hätten, die uns beobachtet und bewertet.
00:06:06: Und diese ständige Selbstüberwachung macht uns total müde.
00:06:10: Jetzt nicht körperlich, sondern innerlich.
00:06:13: Innerlich richtig, richtig müde.
00:06:17: Ich finde einfach, es ist super wichtig zu verstehen, dass dieses Bedürfnis, gemocht zu werden, nichts Schwaches ist.
00:06:26: Es zeigt, dass wir soziale Wesen sind, dass wir Verbindungen suchen.
00:06:31: Nur kippt das Ganze irgendwann.
00:06:34: Dann wird aus dem Wunsch nach Akzeptanz eine Abhängigkeit von Bestätigung.
00:06:39: Und das ist ein super wichtiger Punkt, an dem wir anfangen, unser Verhalten nach außen zu richten, statt nach innen zu hören.
00:06:47: Wir fragen uns, wie wirke ich?
00:06:50: Statt, wie fühle ich mich eigentlich dabei?
00:06:54: Wenn man das durchschaut, kann man langsam beginnen sich davon zu lösen.
00:06:59: Nicht indem er sich komplett abschottet oder so, nein, nein, sondern indem man sich bewusst macht.
00:07:05: Ich muss nicht jedem gefallen, um sicher zu sein.
00:07:09: Und genau da beginnt ein Stück Freiheit.
00:07:12: Nicht weil dir plötzlich egal ist, was andere denken, sondern weil du verstehst, warum es dir bisher nicht egal war.
00:07:22: Wenn man einmal verstanden hat, warum uns die Meinungen anderer so wichtig ist, dann kann man auch anfangen, etwas daran zu ändern.
00:07:31: Und das passiert nicht von heute auf morgen, aber es beginnt damit, dass man sich selbst ein Stück ehrlicher begegnet.
00:07:38: Ich habe irgendwann gemerkt, dass viele meiner Sorgen gar nichts mit den anderen zu tun hatten, sondern mit dem, was ich selbst über mich gedacht habe.
00:07:50: Dieses ständige Grübeln, ob jemand schlecht über mich denkt, war oft einfach nur ein Spiegel meiner eigenen Unsicherheit.
00:08:00: Wenn ich innerlich überzeugt war, etwas nicht gut gemacht zu haben, dann habe ich automatisch angenommen, dass andere das Genauso sehen.
00:08:09: Und genau da fängt Veränderung an.
00:08:12: In dem Moment, in dem man aufhört, die eigenen Gedanken für Tatsachen zu halten.
00:08:20: Ein super wichtiger Schritt war für mich, mich zu fragen, weiß ich wirklich, was andere über mich denken, oder bilde ich mir das nur ein.
00:08:30: Meistens war es natürlich das Letztere.
00:08:33: Menschen denken einfach nicht so viel über uns nach, wie wir glauben.
00:08:38: Jeder ist mit sich selbst beschäftigt, mit seinen eigenen Unsicherheiten, Sorgen oder kleinen Dramen.
00:08:45: Und wenn man das wirklich begreift, fällt eine Menge, Menge Druck ab.
00:08:50: Es ist fast befreiend, wenn man merkt, dass die meisten gar nicht auf uns achten, während wir uns innerlich zerreißen, um alles richtig zu machen.
00:09:00: Und dann gibt's da noch eine super wichtige Sache, die für mich total entscheidend war.
00:09:07: Das eigene Selbstbild.
00:09:09: Denn wenn ich mich selbst klein mache, wenn ich mich ständig kritisiere oder mir einrede, ich werde nicht genug, dann wird jede fremde Meinung zu einem Trigger.
00:09:22: Jedes kritische Wort trifft mich doppelt, weil es in mir einen wunden Punkt berührt, den ich selbst noch nicht angenommen habe.
00:09:32: Wenn ich aber anfange, mich mit meinen Ecken und Kanten zu akzeptieren, dann verliere ich Stück für Stück diese Abhängigkeit.
00:09:41: Ich nehme Dinge nicht mehr so persönlich, weil ich innerlich einfach viel stabiler bin.
00:09:47: Und ich finde, es hilft auch, sich hin und wieder einfach mal bewusst zu machen, dass alle anderen Menschen auch durch ihre eigene Brille schauen.
00:09:58: Wenn jemand über mich urteilt, dann sagt das oft mehr über ihn aus als über mich.
00:10:04: Jeder interpretiert die Welt durch seine eigenen Erfahrungen, seine Werte, seine eigenen Ängste.
00:10:12: Das zu verstehen gibt einem innerlich eine gewisse Ruhe.
00:10:17: Man muss nicht alles kommentieren oder sich rechtfertigen.
00:10:21: Man kann einfach denken, das ist deine Sicht und das hier ist meine.
00:10:27: Und dann ganz automatisch.
00:10:30: Passiert etwas Wunderschönes.
00:10:32: Man beginnt, dieser leisen, inneren Stimme mehr zuzuhören.
00:10:39: Der Stimme, die sagt, ich weiß, wer ich bin.
00:10:43: Und je öfter man das tut, desto weniger Bedeutung bekommt das Außen.
00:10:49: Es geht nicht darum, unberührbar zu werden, sondern einfach nur darum, innerlich stark genug zu sein, um bei sich zu bleiben.
00:10:58: egal was andere sagen.
00:11:01: Das ist für mich echte Freiheit, leise, kraftvoll und völlig unabhängig davon, wer gerade zuschaut.
00:11:12: Wenn man mal anfängt, sich innerlich von den Meinungen anderer zu lösen, dann merkt man ziemlich schnell, wie viel Energie plötzlich frei wird.
00:11:22: Es ist, als würde man aufhören, ständig nach außen zu schauen und Bestätigung zu finden und stattdessen wieder bei sich selbst ankommen.
00:11:32: Ich finde, das ist einer dieser stillen Wendepunkte im Leben.
00:11:37: Nichts Großes, nichts Lautes, aber was ganz klar spürbares.
00:11:42: Es verändert, wie man sich bewegt, wie man spricht, wie man reagiert.
00:11:48: Man wird einfach gelassener, klarer und irgendwie ehrlicher.
00:11:52: Jetzt nicht unbedingt für andere, sondern für sich selbst.
00:11:57: Und ja.
00:11:58: Natürlich gibt es immer wieder Momente, in denen eine Meinung trifft oder ein Kommentar hängen bleibt.
00:12:06: Das ist total menschlich.
00:12:08: Aber wenn man sich bewusst macht, dass diese Reaktionen normal sind und nichts über den eigenen Wert aussagen, verliert das ganze an Macht, dann kann man einfach sagen, okay, das war deren Sichtweise.
00:12:23: Und dann macht man weiter.
00:12:25: Ich finde, Genau das ist ein Zeichen von Stärke.
00:12:29: Nicht Gleichgültigkeit, sondern emotionale Unabhängigkeit.
00:12:35: Vielleicht lohnt es sich ja, sich ab und zu zu fragen, von wem lasse ich mich eigentlich noch bewerten.
00:12:43: Und warum mache ich das?
00:12:45: Denn oft sind es gar nicht die Menschen, deren Meinung wirklich zählt.
00:12:49: Es sind einfach nur alte Muster, alte Stimmen im Kopf, die längst keinen Platz mehr haben sollten.
00:12:55: Wenn man das erkennt, beginnt so eine Art innere Aufräumprozess.
00:13:01: Und genau der führt zu mehr Selbstvertrauen.
00:13:07: Also, wenn du heute aus dieser Folge nur eine einzige Sache mitnimmst, dann vielleicht diese.
00:13:14: Es ist völlig in Ordnung, wenn nicht jeder dich versteht, mag oder feiert.
00:13:19: Du bist nicht hier, um Erwartungen zu erfüllen.
00:13:22: Du bist hier, um dich selbst zu leben.
00:13:26: Und je klarer du dir darüber wirst, der so weniger Raum bleibt für die Angst, was andere denken könnten.
00:13:35: Und damit wären wir am Ende dieser Folge angekommen.
00:13:39: Wenn dir diese Folge gefallen hat, dann freuen wir uns riesig über eine positive Bewertung und ein Feedback.
00:13:46: Erzähl uns gern, was dich besonders bewegt hat oder welche Gedanken dir beim Zuhören gekommen sind.
00:13:53: Und wenn du jemanden kennst, der sich ständig Sorgen macht, was andere über ihn denken, dann teil diese Folge mit ihm.
00:14:00: Vielleicht ist genau das der Impuls, den er oder sie gerade braucht.
00:14:07: Dankeschön, dass du die Zeit genommen hast, hier zuzuhören.
00:14:10: Bis dahin, hör auf dein Herz, vertraue auf deine innere Stimme und vergiss nicht, die Antworten liegen in dir.
00:14:19: Unbox yourself and supercharge your life.
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