#79 Die Angst vor Glück: Warum wir Schmerz besser kennen als Freude
Shownotes
In dieser Folge geht es um eines der größten mentalen Missverständnisse überhaupt: warum so viele Menschen Glück wollen – und es gleichzeitig unbewusst abwehren. Ich spreche darüber, wie alte Glaubenssätze, Angst vor Enttäuschung und Schuldgefühle verhindern, dass wir Freude wirklich zulassen. Du erfährst, wie Du beginnst, Dich innerlich von diesen Blockaden zu lösen und warum wahres Glück nicht von äußeren Umständen abhängt, sondern von Deiner Entscheidung, es zuzulassen. Eine ehrliche, tiefgehende Folge über Selbstsabotage, innere Freiheit und die Kunst, sich das eigene Glück nicht länger madig zu reden.
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00:00:00: Glück ist nichts, das man findet.
00:00:02: Es ist etwas, das man sich endlich erlaubt.
00:00:06: Und genau da scheitern die meisten, ohne es zu merken.
00:00:10: Weil sie gelernt haben, ihr eigenes Glück zu fürchten.
00:00:30: Hallo und herzlich willkommen bei einer neuen Folge von unserem SuperCharge Your Life Podcast.
00:00:35: Schön, dass du wieder mit dabei bist.
00:00:38: Weißt du?
00:00:39: Manchmal habe ich echt das Gefühl, dass wir alle so sehr damit beschäftigt sind, glücklich sein zu wollen, dass wir gar nicht merken, wie sehr wir uns selbst im Weg stehen.
00:00:51: Wir reden ständig über Glück, als wäre das etwas, das wir finden müssten, irgendwo da draußen, hinter dem nächsten Erfolg, dem nächsten Beziehung oder dem nächsten großen Ziel.
00:01:04: Und während wir suchen, übersehen wir das Glück gar nichts ist, dass wir finden können.
00:01:11: Es ist einfach etwas, das wir zulassen müssen.
00:01:15: Und genau da fängt es bei vielen an, kompliziert zu werden.
00:01:20: Denn wenn wir mal ehrlich hinschauen, haben so viele Menschen unbewusste Glaubenssätze, die ihr eigenes Glück blockieren.
00:01:30: Da ist zum Beispiel dieser leise Gedanke, der ständig flüstert.
00:01:34: Ich habe es einfach nicht verdient.
00:01:37: Oder... Mir passiert eh nie was Gutes.
00:01:41: Und das passiert nicht, weil jemand das bewusst denkt, sondern weil sich solche Überzeugungen ganz tief im Unterbewusstsein eingenästet haben.
00:01:51: Manchmal sogar seit unserer Kindheit.
00:01:54: Vielleicht weil wir gelernt haben, dass man sich Glück erst verdienen muss oder dass zu viel Freude irgendwie verdächtig ist.
00:02:05: Das tragische daran ist, Unser Gehirn arbeitet immer auf Basis dessen, was wir glauben.
00:02:12: Wenn wir also fest davon überzeugt sind, dass Glück flüchtig ist oder uns nicht zusteht, dann wird unser Verstand alles dafür tun, um genau das zu bestätigen.
00:02:26: Wir sabotieren uns selbst und merken es oft gar nicht.
00:02:29: Es ist als würde im Hintergrund ein altes Programm laufen, das jedes Mal wenn ein schöner Moment auftaucht, sofort auf Achtung zu schön um wahr zu sein schaltet.
00:02:45: Also ich finde, das ist einer der größten mentalen Fallen überhaupt.
00:02:50: Denn so viele von uns leben in dieser ständigen Erwartung, dass irgendetwas fehlt, dass gleich wieder etwas schief geht, dass Glück einfach nichts Dauerhaftes ist.
00:03:02: Und genau dieses Denken hält uns in einem Zustand, indem wir Glück gar nicht vollständig annehmen können.
00:03:11: Wir sehen es, wir spüren es ganz kurz und dann ziehen wir uns wieder zurück.
00:03:17: Wenn man das einmal verstanden hat, dann kann man anfangen genauer hinzuhören.
00:03:23: Jedes Mal, wenn du dir denkst, so viel Glück kann ich gar nicht haben, dann ist das kein Fakt, das ist ein alter Gedanke, den du irgendwann übernommen hast.
00:03:35: Und genau da fängt Veränderung an.
00:03:38: Nicht indem man sich zwingt positiv zu denken, sondern indem man überhaupt bemerkt, was da innerlich eigentlich abläuft.
00:03:47: Und ich sage es ganz ehrlich, wir Menschen sind wahnsinnig gut darin, unsere Gründe zu basteln, warum wir jetzt gerade nicht glücklich sein können.
00:03:58: Weil das Leben anstrengend ist, weil andere leiden, weil wir noch nicht dort sind, wo wir sein wollen und so weiter.
00:04:06: Aber Wenn wir ständig auf das schauen, was fehlt, dann übersehen wir was eigentlich längst da ist.
00:04:13: Ist doch eigentlich auch logisch.
00:04:17: Glück ist also kein Zustand, der nur in perfekten Momenten existiert.
00:04:23: Es ist viel eher ein inneres Verständnis mit dem, was gerade ist, ein leises Ja, selbst dann, wenn nicht alles glatt läuft.
00:04:33: Und dieses Ja entsteht nicht, wenn im Außen alles perfekt ist.
00:04:38: sondern wenn wir aufhören und selbst mit unseren Gedanken klein zu halten.
00:04:44: Und genau darum geht es heute.
00:04:47: Einfach herauszufinden, was uns wirklich davon abhält, glücklich zu sein.
00:04:52: Und jetzt nicht im Sinne von, ich muss nur mehr lächeln, sondern im Sinne von, ich darf endlich aufhören, mir ständig einzureden, dass Glück nichts für mich ist.
00:05:04: Und wenn wir dann anfangen zu verstehen, das Glück etwas ist, das in uns selbst entsteht, dann kommt oft eine ganz andere Hürde zum Vorschein.
00:05:13: Die Angst davor.
00:05:15: Zu glücklich zu sein.
00:05:18: Das klingt erstmal seltsam, oder?
00:05:21: Aber wenn du genau hinschaust, wirst du merken, dass super viele Menschen dieses Muster kennen, ohne es bewusst wahrzunehmen.
00:05:30: Es ist dieses unterschwellige Gefühl, dass etwas Schlimmes passieren muss, sobald es gerade richtig gut läuft.
00:05:37: Ja, nach dem Motto, jetzt ist es zu schön, um wahr zu sein.
00:05:42: Und genau da wird spannend.
00:05:45: Denn psychologisch gesehen ist das nichts anderes als ein Schutzmechanismus.
00:05:51: Unser Gehirn will uns vor Schmerz bewahren, vor Enttäuschung, ja, vor dem Absturz nach dem Hochgefühl sozusagen.
00:05:59: Wenn wir also mal richtig glücklich sind, meldet sich diese innere Stimme, die sagt, Vorsicht, genießt das bloß nicht so sehr, Sonst tut es später weh.
00:06:10: Und je öfter wir auf diese Stimme hören, desto weniger erlauben wir uns wirklich Freude zu empfinden.
00:06:19: Ich finde das so faszinierend, weil es zeigt, wie sehr unser System auf Sicherheit ausgerichtet ist.
00:06:26: Selbst wenn etwas Schönes passiert, prüft unser Kopf sofort, wo die Gefahr liegt.
00:06:31: Und das Problem ist, dass er sie auch findet, notfalls in Gedanken.
00:06:36: Wir fangen an, und Sorgen zu machen, weil es zu ruhig ist, weil es zu gut läuft, weil es zu perfekt scheint.
00:06:45: Wir warten fast schon auf den Moment, in dem alles wieder kippt.
00:06:49: Und damit ziehen wir genau das in unser Leben, wovor wir uns eigentlich schützen wollen.
00:06:58: Es ist quasi so, als würden wir Glück nur in kleinen Dosen vertragen.
00:07:02: Sobald es zu intensiv wird, ziehen wir den Stecker, wovor uns das Gefühl überwältigt.
00:07:08: Vielleicht weil wir irgendwann gelernt haben, dass jedes Hoch auch ein Tief nach sich zieht.
00:07:14: Oder weil wir erlebt haben, dass Freude vergänglich ist und das wollen wir vermeiden.
00:07:19: Aber dadurch sperren wir uns selbst in eine Art emotionales Sicherheitsnetz, das uns vor Schmerz schützen soll, aber gleichzeitig das Leben flach und total farblos macht.
00:07:34: Ich habe für mich irgendwann verstanden, dass es nicht darum geht, diese Angst los zu werden.
00:07:39: sondern sie einfach nur zu verstehen.
00:07:42: Wenn du Angst davor hast zu glücklich zu sein, dann steckt dahinter oft die Befürchtung, dass du den Schmerz danach nicht aushalten würdest.
00:07:51: Aber das stimmt nicht.
00:07:53: Menschen sind viel widerstandsfähiger als sie glauben.
00:07:57: Und wenn du dir bewusst machst, dass Glück und Schmerz keine Gegner sind, sondern Teil der selben Erfahrung, dann verliert diese Angst an Macht.
00:08:09: Ein kleiner Tipp, der mir persönlich selber bei geholfen hat ist folgender.
00:08:13: Wenn ich merke, dass ich dieses, oh Gott, gleich passiert was Schlimmes, Gefühl einschleicht, atme ich erst mal ganz tief durch und erinnere mich daran, dass Glück nichts Bedrohliches ist.
00:08:25: Es ist kein Signal für einen bevorstehenden Absturz oder so, sondern einfach ein Moment, den ich gerade erleben darf.
00:08:33: Ich muss nichts festhalten und nichts kontrollieren.
00:08:36: Es reicht, diesen Moment zuzulassen.
00:08:38: ohne sofort die Zukunft mit hineinzuziehen.
00:08:42: Denn je mehr wir versuchen, Glück zu regulieren, desto weniger spüren wir davon.
00:08:49: Das Leben wird nie komplett planbar sein, aber genau das ist auch der Grund, warum Glück überhaupt entstehen kann.
00:08:56: Es kommt, wenn wir für einen Augenblick aufhören, uns gegen das Gute zu werden.
00:09:01: Und vielleicht ist das genau der Punkt, an dem wir anfangen dürfen, Glück nicht länger als Risiko zu betrachten, sondern als das, was es wirklich ist, eine Einladung, das Leben wieder zu fühlen, oder?
00:09:17: Nach dieser Angst zu glücklich zu sein, gibt es aber noch etwas, das mindestens genauso stark gewirkt und oft noch viel tiefer sitzt.
00:09:26: Schuldgefühle.
00:09:28: Diese leisen, manchmal kaum greifbaren Gedanken, die einem zuflüstern, dass man eigentlich gar kein Recht darauf hat, glücklich zu sein.
00:09:37: Ich finde, das ist eine der tückigsten Formen von innerer Sabotage.
00:09:45: Weil sie sich so edel anfühlt, so nach dem Motto, ich darf mich doch nicht freuen, während es anderen schlecht geht.
00:09:53: Oder, wie kann ich genießen, wenn um mich herum Menschen leiden?
00:09:59: Klingt erstmal mitführend.
00:10:01: Aber in Wirklichkeit hält uns genau das klein.
00:10:05: Und das Verrückte ist ja, Viele merken das gar nicht.
00:10:09: Also wie stark sich von diesem Muster gesteuert werden.
00:10:13: Schuldgefühle taren sich gern als Mitgefühl oder ja oder Verantwortungsbewusstsein.
00:10:21: Doch wenn man genauer hinschaut, geht es auf gar nicht um Empathie, sondern um Selbstbestrafung.
00:10:29: Wir glauben, dass wir etwas wieder gut machen müssen, dass wir uns Glück erst verdienen dürfen oder dass es unfair wäre, sich leicht zu fühlen, wenn andere kämpfen.
00:10:40: Dabei bringt das niemandem etwas.
00:10:43: Nicht uns und auch nicht den, für die wir uns mit schuldig fühlen.
00:10:48: Oder ich sag's mal so, wenn du die schuldig fühlst, weil du glücklich bist, hilfst du niemandem.
00:10:55: Du machst das Leid anderer nicht kleiner, du veränderst keine Situation, du ziehst nur deine eigene Energie runter.
00:11:03: Und genau diese Energie wäre es, die du brauchen würdest, um überhaupt etwas Gutes in die Welt zu bringen.
00:11:10: Schuld traubt Kraft und sie hält dich davon ab wirklich zu leben.
00:11:16: Psychologisch gesehen entstehen Schuldgefühle nämlich oft aus einem überhöhten Verantwortungsgefühl.
00:11:23: Wir glauben, wir müssten das Leid anderer mittragen, um loyal zu sein oder um zu zeigen, dass wir es ernst meinen.
00:11:31: Aber….
00:11:32: Emotionale Solidarität heißt nicht, dass wir unser eigenes Glück opfern müssen.
00:11:37: Ganz im Gegenteil.
00:11:39: Je mehr wir innerlich ausgeglichen sind, desto mehr können wir auch für andere da sein.
00:11:45: Echt klar und mit offenem Herzen, statt aus einem schlechten Gewissen heraus.
00:11:51: Und ich finde, das darf man sich ruhig mal bewusst machen.
00:11:55: Glück ist kein Verrat an jemandem, der gerade leidet.
00:11:58: Es ist auch kein Zeichen von Gleichgültigkeit.
00:12:01: Es ist vielmehr ein Ausdruck von Lebendigkeit.
00:12:04: Und die Welt braucht keine weiteren Menschen, die sich aus Schuld selbst zurückhalten.
00:12:10: Sie brauchen Menschen, die in ihrer Kraft stehen, weil sie wissen, dass ihr Licht anderen Orientierung geben kann.
00:12:18: Wenn du also merkst, dass du dich klein machst, weil du dich nicht draus glücklich zu sein, dann erinnere dich daran, dass Schuldgefühle dich nicht zu einem besseren Menschen machen.
00:12:30: Sie halten nicht nur davon ab, das zu sein, was du eigentlich bist.
00:12:35: Und jedes Mal, wenn du dir erlaubst, Freude zu empfinden, ohne dich dafür zurechtfertigen, entziehst du dieser inneren Sabotage dem Boden.
00:12:45: Schritt für Schritt, ganz still, aber deutlich spürbar.
00:12:50: Wenn wir also mal anfangen, diese Schuldgefühle loszulassen und erkennen, dass Glück nichts ist, wofür wir uns schämen müssen, dann kommen wir langsam dahin, wo echte innere Freiheit beginnt.
00:13:04: Und das Spannende ist, sie fühlt sich am Anfang ja fast schon ungewohnt an, so als würde man etwas tun, das man gar nicht tun darf, weil der Kopf sofort wieder mitredet, mit all seinen alten Glaubenssätzen und Geschichten, die uns klein halten wollen.
00:13:21: Aber genau an der Stelle liegt der Wendepunkt.
00:13:25: Denn Innere Freiheit entsteht, wenn wir aufhören gegen uns selbst zu kämpfen.
00:13:30: Wenn wir nicht mehr ständig analysieren, ob wir das gerade dürfen, ob es okay ist, dass wir uns gut fühlen oder ob es vielleicht jemandem auffällt, der uns dafür verurteilen könnte.
00:13:41: Es geht darum, dieses ständige Innerer, ich sollte lieber nicht, zu erkennen und ihm nicht mehr die Kontrolle zu überlassen.
00:13:51: Denn das ist es, was uns in Wirklichkeit gefangen hält.
00:13:54: Unsere eigene, Unbewusste Zensur.
00:13:59: Ich finde, Glück ist kein Ziel, sondern eher eine innere Haltung.
00:14:04: Oder eine Entscheidung, die man immer wieder treffen muss.
00:14:07: Auch an Tagen, an denen nichts läuft.
00:14:10: Jetzt nicht, weil man alles toll reden will, sondern weil man sich weigert, seine Stimmung ständig von äußeren Umständen abhängig zu machen.
00:14:18: Das ist für mich innere Freiheit.
00:14:21: Wenn du anfängst, dich nicht mehr so sehr mit dem zu identifizieren, was gerade im Außen passiert, sondern mit der Ruhe, die in dir bleibt, selbst wenn es draußen stürmt.
00:14:32: Und weißt du, was ich dabei immer wieder beobachte?
00:14:36: Je mehr wir uns selbst erlauben, frei zu denken und zu fühlen, desto weniger Bedeutung bekommen all die alten Muster.
00:14:44: Sie verlieren ihre Macht nicht, weil sie verschwinden, sondern weil wir aufhören, ihnen zu glauben.
00:14:50: Es ist ein stilles Umdenken, dass sich mit der Zeit wie eine neue Art des Daseins anfühlt, finde ich.
00:14:59: Und weißt du, was ich dabei immer wieder beobachte?
00:15:04: Je mehr wir uns selbst erlauben, frei zu denken und zu fühlen, desto weniger Bedeutung bekommen all die alten Muster.
00:15:12: Sie verlieren ihre Macht nicht, weil sie verschwinden, sondern weil wir aufhören, ihnen zu glauben.
00:15:18: Es ist wie ein stilles Umdenken, dass sich mit der Zeit wie eine neue Art des Daseins anfühlt.
00:15:26: Du musst nichts Besonderes dafür tun, du darfst nur wieder anfangen dich selbst ernst zu nehmen, deine Grenzen zu respektieren und deine Freude nicht mehr zu verstecken.
00:15:39: Ich glaube das ist der Punkt an dem alles im Leben ein bisschen leichter werden kann.
00:15:44: Jetzt nicht weil Probleme verschwinden oder so, sondern weil man sich selbst nicht mehr im Weg steht.
00:15:51: Glück wird dann nicht mehr zu einem Moment, den man festhalten will.
00:15:56: sondern zu einem Zustand, der einfach fließt, weil man aufgehört hat, ihn zu kontrollieren.
00:16:01: Und das fühlt sich nach Freiheit an.
00:16:03: Still echt und ganz tief im Innern.
00:16:09: So, das war's mal wieder für heute.
00:16:12: Wenn dir diese Folge gefallen hat, dann freuen wir uns natürlich, wenn du sie positiv bewertest und mit Menschen teilst, die vielleicht gerade jetzt genau das hören müssen.
00:16:24: Danke, dass du dir die Zeit genommen hast.
00:16:26: Bis dahin.
00:16:27: Hör auf dein Herz, vertraue auf deine innere Stimme und vergiss nicht, die Antworten liegen in dir.
00:16:35: Unbox yourself and supercharge your life.
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